Linux statt Windows

Wie Golem schreibt, erwägen wohl mittlerweile viele Benutzer den Schritt auf Linux, statt von Windows 10 auf Windows 11 und eventuell später auf irgendwelche monatlichen Abo-Varianten zu wechseln.

Da ich seit über 25 Jahren Linux auf dem Desktop nutze und immer noch absolut begeistert bin, würde ich jeden Menschen immer wieder ermutigen, das auch auszuprobieren.

Was du vorab wissen solltest

Um einige Zeit verschwendende Diskussionen zu vermeiden, ein paar Punkte vorweg.

  1. Wer wenig visuelle Veränderungen haben will, entscheidet sich für eine Linux-Distribution mit KDE Plasma, zum Beispiel Kubuntu oder aus Deutschland das Tuxedo OS oder Mint oder eine andere Linux-Distribution.

  2. Um nicht komplett ins kalte Wasser springen zu müssen, können so ziemlich alle Linux-Distributionen auf einen USB-Stick installiert werden und von dort einfach mal gestartet und ausprobiert werden. Ein USB-Stick ist zwar langsam, aber es geht erst mal nicht um Geschwindigkeit, sondern darum, ob es läuft und einen ersten Eindruck zu bekommen. Und zum Thema Geschwindigkeit. Ein installiertes Linux ist in 99 Prozent der Fälle wesentlich schneller als ein installiertes Windows.

  3. Viele nutzen bereits schon Open-Source-Software, die hauptsächlich für Linux entwickelt wird. Da ist der Umstieg super einfach. Weil es gar kein Umstieg ist. Das prominenteste Beispiel dafür ist der Mozilla Firefox Browser.

  4. Viele sind über die Jahre so darauf getrimmt worden, dass sie zum Beispiel auf Microsoft Office nicht verzichten können. Das ist aber reine Gehirnwäsche. LibreOffice bietet für 99 Prozent der Menschen mehr Funktionen, als sie tatsächlich nutzen.

  5. Eine Sache, die mir immer wieder auffällt, wenn Menschen den Wechsel von Windows zu Linux erwägen, ist, dass sie aufgrund der erweiterten Möglichkeiten plötzlich vorgefertigte Funktionsanforderungen stellen, die sie zuvor noch nie hatten oder die unter Windows nur sehr umständlich möglich sind. Hier bitte die Kirche im Dorf lassen oder sich selbst um diese hoch individualisierten Lösungen kümmern und die Suchmaschine dazu konsultieren. Vermutlich gibt es diese Lösung schon.

  6. Natürlich ändern sich bei einem Betriebssystemwechsel auch häufig die Namen bestimmter Softwarekomponenten. Aber auch die Eingewöhnungsphase ist recht kurz. Ich spreche da aus Erfahrung mit Menschen, die teils einfach so spontan Linux haben wollten und bis heute sehr glücklich damit sind.

  7. Ich habe im Laufe der Zeit ein paar einfach verständliche Erklär-Videos zum Thema Linux und Linux und Musikproduktion auf meinem Musikproduktions-Kanal Odo Sendaidokai produziert, die ich hier für alle interessierten Menschen verlinke. Und wer sich für Musikproduktion generell interessiert, ist natürlich gerne eingeladen, den Kanal zu abonnieren. Seit längerer Zeit produziere ich die Videos auf Deutsch und Englisch. Inklusive regelmässiger Livestreams auf Deutsch, in denen ich meist Tracks von Anfang an produziere und auch Vieles erkläre. Zum Thema Musikproduktion betreibe ich zusätzlich noch das Blog Klangwerk.

  8. Für die Musikproduktion unter Linux ist für dich Pipewire natürlich sehr interessant und dafür habe ich hier im Blog auch noch einige erklärende Artikel.

Meine Linux-Erklär-Videos

  1. Linux Supersonic from Zero to Hero Musikproduktion | DE (16.01.2024)

  2. Bitwig Linux Musicproduction 11/2023 | deutsch (19.11.2023)

  3. Musikproduktion mit Linux (auch Bitwig) (12.07.2021)

  4. Windows VST mit Bitwig unter Linux (02.10.2021)

  5. Bitwig JackAudio OBS Linux (Deutsch) - UPDATE 2022 Pipewire ist jetzt der Standard (15.11.2020)

Quellen

Die genannten Distributionen und Werkzeuge sind als Open-Source-Software verfügbar.