United Colors Of Wasserstoff

Auch wenn es absolut durchgeknallt klingt, was es auch ist, gibt es Wasserstoff in allem möglichen „Farben“. Und so schön dieser Titel auch klingen mag, die meisten Herstellungsverfahren sind sehr hässlich.

Natürlich sind es nicht wirklich echte Farben, sondern die Farben beschreiben lediglich die Herstellung und den Verbleib der Abfallstoffe. Dabei wird auch viel Framing (vorsätzliche Täuschungen) mittels „Greenwashing“ von Firmen und Politik betrieben.
Also die vortäuschende Beschönigung einer schlechten Sache.

Fakten zu Wasserstoff

  • Wasserstoff ist ein chemisches Element mit dem Symbol H und der Ordnungszahl 1
  • lateinisch für Hydrogenium „Wasserbildner“
  • Der Großteil des Wasserstoffs auf der Erde ist im Wasser gebunden, der Verbindung mit Sauerstoff, deren Masse zu 11 % aus Wasserstoff besteht. In dieser Form bedeckt er über zwei Drittel der Erdoberfläche.
  • In der Erdatmosphäre liegt Wasserstoff hauptsächlich als gasförmiges Wasser (Wasserdampf) vor.
  • Unter Bedingungen, die normalerweise auf der Erde herrschen, liegt das gasförmige Element Wasserstoff nicht als atomarer Wasserstoff mit dem Symbol H vor, sondern als molekularer Wasserstoff mit dem Symbol H2, als ein farb- und geruchloses Gas.
  • Wasserstoffherstellung ist die Bereitstellung von molekularem Wasserstoff, Gas, (H2).
    • Als Rohstoffe können Wasser (H2O), Erdgas, das vor allem aus Methan (CH4) besteht, andere Kohlenwasserstoffe, Kohle, Biomasse sowie andere wasserstoffhaltige Verbindungen eingesetzt werden.
    • Als Energiequelle dient chemische Energie oder von außen zugeführte elektrische, thermische oder solare Energie.

Wirkungsgrad bei der Herstellung

Der Wirkungsgrad ist die sehr isolierte Betrachtung (unabhängig von der Art der Gewinnung) wieviel Prozent von 100% Energieeinsatz bei der Umwandlung oder Erzeugung von Wasserstoff, schließlich wieder in Energie, z.B. durch Verbrennung, zurück gewandelt werden kann.

Das sind nur die Werte, die ich bei meiner Recherche gefunden und als einigermaßen aussagekräftig erachtet habe.

  • Kværner-Verfahren (Pyrolyse) – Eine 1992 in Kanada erbaute Pilotanlage erreichte einen Wirkungsgrad von nahezu 100 % – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die dabei entstehende Abwärme vollständig genutzt wird. Der Energiegehalt der Reaktionsprodukte dieses Verfahrens verteilt sich etwa 48 % auf Wasserstoff, etwa 40 % auf Aktivkohle und etwa 10 % auf Heißdampf.
  • Elektrolyse mit fossilen Brennstoffen – 70% – 80% (wird CO2 freigesetzt)
  • Elektrolyse mit alternativen Energien – 34 und 44 % (es wird kein CO2 freigesetzt)
  • Thermochemisches Verfahren – bis zu 50% ABER! Den hohen thermischen Wirkungsgraden der thermochemischen Kreisprozesse (bis zu 50 %) müssen jedoch die heute noch weitgehend ungelösten material- und verfahrenstechnischen Schwierigkeiten gegenübergestellt werden

Wasserstoff Farben buzzwording

  • Grün =(alternative) mittels Elektrolyse durch Alternative Energien (Windenergie/Sonnenenergie)gewonnener Wasserstoff.
  • Orange = (alternative) Wasserstoffgewinnung aus Bioenergie, wie Biomasse, Biokraftstoff, Biogas oder Biomethan
  • Weiß = (Framing) natürliche Vorkommen werden mittels Fracking aus Gestein geholt. Ähnlich Erdgas.
  • Gelb = (Framing)
    • Bezeichnung von z.B. EnBW für Wasserstoff aus Atomstrom (rot pink, violett).
    • Bezeichnung von z.B. EWE für Wasserstoff aus fossilen Brennstoffen
    • Selten auch Wasserstoff aus Solarenergie. Meist eher aus einem Stromnetz Mix.
  • Grau = (fossile) Mittels Dampfreformierung aus Methan / Erdgas
  • Blau = (fossile) Wie „Grau“ Herstellung aus fossilen Energieträgern. Anfallendes Kohlendioxid wird aufgefangen und unterirdisch gelagert.
  • Türkis = (fossile) Wie „Grau“. Bei türkisem Wasserstoff wird Erdgas mittels thermischen Verfahren „Methanpyrolyse“ (Kværner-Verfahren) in Wasserstoff und festen Kohlenstoff gespalten.
  • Schwarz, Braun = (fossile) Basierend auf der Kohlevergasung von Steinkohle oder Braunkohle.
  • Rot, Pink, Violett = (Kernkraft) Elektrolyse mit Atomstrom

Diese Auflistung ist der Versuch einen Überblick über das sehr oft absichtlich verursachte Begriffs-Chaos zu bekommen, das ohne Probleme von Politik und Medien durch eine konsequente und einheitliche Kommunikation geordnet werden könnte.

Ich bin gespannt, wann die ersten Geschmacksrichtungen herauskommen. Es werden noch Wetten angenommen, welche Partei das als Erstes verkündet.

Quellen:
  1. Unser innerer Wasserstoffkonflikt https://joul.de/unser-innerer-wasserstoffkonflikt/
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffherstellung
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Wasserstofftechnologien
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Kv%C3%A6rner-Verfahren
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffverbrennungsmotor
  7. https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/wasserstoff-schluessel-im-kuenftigen-energiesystem

Eine tmux.conf Konfiguration

Eine für mich sehr gut funktionierende tmux.conf entweder systemweit in /etc/ oder nur für einen Benutzer in der ~/.tmux.conf ist die folgende Konfiguration. Für mich waren hier die Statuszeile und die Einbindung des Maus Scrollrades zum Scrollen wichtig.

######################
### DESIGN CHANGES ###
######################

# loud or quiet?
set -g visual-activity off
set -g visual-bell off
set -g visual-silence off
setw -g monitor-activity off
set -g bell-action none

set -g mouse on

# modes
setw -g clock-mode-colour colour25
setw -g mode-style "fg=colour255 bg=colour25 bold"

# panes
set -g pane-border-style "fg=colour19 bg=colour0"
set -g pane-active-border-style "bg=colour0 fg=colour9"

# statusbar
set -g status-position bottom
set -g status-justify left
set -g status-style "bg=colour25 fg=colour255"
set -g status-left "#[bg=colour25,fg=colour255]"
set -g status-right "#[fg=colour255,bg=colour25] %d/%m/%Y #[fg=colour255,bg=colour25] %H:%M "
set -g status-right-length 50
set -g status-left-length 20

setw -g window-status-current-style "fg=colour15 bg=colour31 bold"
setw -g window-status-current-format "#I#[fg=colour249]:#[fg=colour255]#W#[fg=colour249]#F"

setw -g window-status-style "fg=colour0 bg=colour25 bold"
setw -g window-status-format "#I#[fg=colour237]:#[fg=colour250]#W#[fg=colour244]#F"

setw -g window-status-bell-style "fg=colour255 bg=colour1 bold"

Pipewire Latenz mit pw-metadata setzen

Was ist Latenz?

  1. Die Latenz (Verzögerung/Puffer) ist wichtig im Zusammenspiel zwischen dem Computer und dem Audiointerface (Audio und Midi).
  2. Je niedriger die Latenz, desto höher wird die CPU belastet, weil sie in sehr kurzen Abständen die Datenpakete verarbeiten muss. Je größer die Latenz, desto mehr Zeit darf vergehen, bis sich die CPU wieder um die Datenpakete kümmern muss.
  3. Wenn ausschließlich nur im Computer produziert wird, kann die Latenz ohne Probleme hoch sein.
  4. Ein guter Startwert ist schon mal 1024 Samples (21.3ms) – bei 48kHz.
  5. Erst wenn hier störende Verzögerungen bemerkbar sind, z.B. beim Spielen auf einem Controller oder Synthesizer und der Umsetzung auf den Computer, macht es Sinn diesen Wert zu verkleinern. Zum Beispiel wenn der Tastendruck und das Ertönen eines Sounds spürbar verzögert sind.

Eventuell interessiert dich noch der Artikel zum Thema Pipewire Realtime Konfiguration „Pipewire modul-rt Konfiguration“ , um deine Audio/Videoanwendungen noch performanter zu machen

Pipewire Metadaten lesen mit pw-metadata

Der Befehl lautet pw-metadata und kann folgendermaßen benutzt werden

pw-metadata [options] [ id [ key [ value [ type ] ] ] ]
  -h, --help     Show this help
      --version  Show version
  -r, --remote   Remote daemon name
  -l, --list     List available metadata
  -m, --monitor  Monitor metadata
  -d, --delete   Delete metadata
  -n, --name     Metadata name (default: "default")

Die ID mit pw-metadata rausfinden

pw-metadataohne weitere Angaben ergibt so eine Ausgabe, die je nach Hardware natürlich unterschiedlich ist. Die ID steht hier immer weit links id:0

odo@computer~$ pw-metadata

update: id:0 key:'default.configured.audio.sink' value:'{"name":"alsa_output.usb-SOOPERAUDIOCARD_192k-00.pro-output-0"}' type:'Spa:String:JSON'
update: id:0 key:'default.configured.audio.source' value:'{"name":"alsa_input.usb-SOOPERAUDIOCARD_192k-00.pro-input-0"}' type:'Spa:String:JSON'
update: id:0 key:'default.audio.sink' value:'{"name":"alsa_output.usb-SOOPERAUDIOCARD_192k-00.pro-output-0"}' type:'Spa:String:JSON'
update: id:0 key:'default.audio.source' value:'{"name":"alsa_input.usb-SOOPERAUDIOCARD_192k-00.pro-input-0"}' type:'Spa:String:JSON'
update: id:0 key:'default.video.source' value:'{"name":"v4l2_input.pci-0000_00_14.0-usb-0_7_1.0"}' type:'Spa:String:JSON'

Alle verfügbaren Metadaten mit pw-metadata -l anzeigen lassen

odo@computer~$ pw-metadata -l

Found "settings" metadata 32
Found "default" metadata 40
Found "route-settings" metadata 41

Alle verfügbaren settings mit pw-metadata -n settings anzeigen lassen

odo@computer~$ pw-metada -n settings

Found "settings" metadata 32  
update: id:0 key:'log.level' value:'2' type:''  
update: id:0 key:'clock.rate' value:'48000' type:''  
update: id:0 key:'clock.allowed-rates' value:'[ 48000 ]' type:''  
update: id:0 key:'clock.quantum' value:'1024' type:''  
update: id:0 key:'clock.min-quantum' value:'32' type:''  
update: id:0 key:'clock.max-quantum' value:'2048' type:''  
update: id:32 key:'clock.force-quantum' value:'64' type:'(null)'  
update: id:64 key:'clock.force-quantum' value:'64' type:'(null)'

Settings temporär setzen mit pw-metadata -n settings id key value type

Hier werden nun Samplefrequenz auf 48kHz und die Samples auf 1024 gestellt, so dass 1024/48000 = 0,021333 als 21,3 Millisekunden Latenz raus kommen.
Soll es eine niedrigere Latenz bei einer Samplefrequenz von 48kHz sein, müssen die 1024 Samples herunter gesetzt werden. z.B. 768 (16ms) , 512 (10,6ms), 256 (5,3ms), 128 (2,6ms), 64 (1,33ms), 32 (0,68ms).

pw-metadata -n settings 0 clock.rate 48000
pw-metadata -n settings 0 clock.quantum 1024

Die Konfiguration permanent machen. Auch nach einem Reboot.

Folgende Datei im folgenden Verzeichnis erstellen ~/.config/pipewire/pipewire.conf.d/choppy-under-load.conf. Sie sollte z.B. diesen Inhalt enthalten. Wenn andere Werte ausgewählt wurden, dann natürlich die anderen Werte.

context.properties = {
   default.clock.rate = 48000
   default.clock.quantum = 1024
}
Quellen
  1. Pipewire Module-rt https://docs.pipewire.org/page_module_rt.html
  2. Pipewire Docs https://docs.pipewire.org/index.html
  3. Pipewire Configuration https://gitlab.freedesktop.org/pipewire/pipewire/-/wikis/Config-PipeWire
  4. pw-metadata https://docs.pipewire.org/page_man_pw_metadata_1.html
  5. pw-top https://docs.pipewire.org/page_man_pw_top_1.html
  6. Troubleshooting & XRuns https://gitlab.freedesktop.org/pipewire/pipewire/-/wikis/Troubleshooting#xruns
  7. Pipewire Ubuntuusers https://wiki.ubuntuusers.de/Pipewire/
  8. Pipewire Home https://pipewire.org/

Pipewire modul-rt Konfiguration

Hier findest du eine kurz & knackige Anleitung und Erklärung, wie du das Realtime Modul von Pipewire für deine Audio/Video Anwendungen einrichtest.

Eventuell interessiert dich noch der Artikel über pw-metadata, mit dem du temporär und permanent deine Pipewire Konfigurationen verändern kannst

Benutzer in Gruppen aufnehmen

Der Benutzer unter dem die Applikation laufen soll, muss in die entsprechenden Gruppen (wenn vorhanden) aufgenommen werden mit einem Editor (z.B. nano oder vim) und Superuser Rechten die Datei /etc/group editieren

sudo vim /etc/group

und in den Zeilen, in denen rtkit und pipewire steht den Benutzernamen anhängen

rtkit:x:117:BENUTZERNAMEN
pipewire:x:136:BENUTZERNAMEN

Damit das wirksam (aktiv) wird, muss die Session neu gestartet werden. Entweder einfach ausloggen und wieder einloggen, oder den Computer neu starten.

Module-rt konfigurieren

Falls noch gar keine Pipewire Konfiguration vorhanden ist, muss diese erst angelegt werden. Das kann Systemweit in /etc/pipewire gemacht werden. Zu empfehlen ist es aber bei den meisten Systemen, da es sich meist um Eine-Person-Computer handelt im Heimverzeichnis des Benutzers z.B. /home/BENUTZERNAME/.config/pipewire/pipewire.conf.d .

Warum im Heimverzeichnis? Weil bei einem Backup des Benutzerverzeichnisses gleich die Pipewirekonfiguration der BernutzerIn mit gesichert wird. Gibt es auf dem Computer mehrere BenutzerInnen mit unterschiedlichen Konfigurationen, werden alle entsprechenden Konfigurationen mitgesichert und werden beim Zurückspielen einer Sicherung wieder „aktiviert“.

Info: Im Verzeichnis /usr/share/pipewire/ liegen bereits einige Beispiele von Konfigurationsdateien. Diese brauchen wir aber für unsere Aufgabe nicht. Und diese sind auch so generisch, dass sie nicht unbedingt auf unsere Konfiguration passen, ohne dass wir größere Änderungen an den gesamten Konfigurationsdateien vornehmen.

Konfiguration erstellen

Wir erstellen uns einfach die Datei pipewire.conf im Verzeichnis /home/Benutzername/.config/pipewire/pipewire.conf.d/ ganz einfach mit dem Aufruf eines Editors wie nano oder auch vim

vim /home/BENUTZERNAME/.config/pipewire/pipewire.conf.d/pipewire.conf

Und tragen folgende Zeilen ein. Das RTKit Modul libpipewire-module-rtkit ist hier deaktiviert und greift je nach Konfiguration nicht immer. Probiert es einfach aus, ob es bei euch funktioniert.
Darunter befindet sich dann das Pipewire Modul libpipewire-module-rt . DAS braucht ihr!

# Reload Configuration File
# systemctl --user daemon-reload
#
# Restart Pipewire Daemon 
# systemctl --user restart pipewire.service pipewire-pulse.socket

context.modules = [  

    # Uses RTKit to boost the data thread priority.
    #{ name = libpipewire-module-rtkit
    #    args = {
    #       nice.level   = -11
    #       rt.prio      = 88
    #       rt.time.soft = 2000000
    #       rt.time.hard = 2000000
    #   }
    #   flags = [ ifexists nofail ]
    #}

   # Set thread priorities without using RTKit.
   { name = libpipewire-module-rt  
       args = {  
           nice.level    = -11  
           rt.prio      = 88  
           rt.time.soft = 2000000  
           rt.time.hard = 2000000  
           rlimits.enabled = true  
           rtportal.enabled = true  
           rtkit.enabled = true  
       }  
       flags = [ ifexists nofail ]  
   }  
]

Pipewire als Benutzer neu starten

Da sich die Konfiguration auf der Festplatte geändert hat, müssen zwei Befehle mit ganz normalen Benutzerrechten eingegeben werden.

Neuladen der Konfiguration

systemctl --user daemon-reload

Pipewire neu starten

systemctl --user restart pipewire.service pipewire-pulse.socket

Check rt Prio Prozess

Mit dem folgenden Befehl kannst du im Systemjournal sehen ob eine Anwendung mit dem rtkit gestartet wurde.

journalctl --no-hostname -b 0 -e -u rtkit-daemon

Erklärung zu Xruns

Zur Vollständigkeit, weil das Thema Xruns in diesem Zusammenhang manchmal kommt.

Es gibt 2 Ursachen für Xruns

  1. Die Anwendungen können den Zyklus nicht rechtzeitig abschließen. Das kann daran liegen, dass der Kernel sie nicht rechtzeitig aufgeweckt hat oder dass sie nicht genügend Zeit zugewiesen bekommen haben.
  2. Das Timing des Treibers ist zu eng. Der Treiber wird nicht schnell genug aufgeweckt, um den Puffer gefüllt zu halten.
  • Ursache 1 kann zu Ursache 2 führen.
  • Ursache 2 kann durch Hinzufügen von mehr Pufferung (Vergrößerung des Headrooms) verbessert werden.
  • Das Hinzufügen von Headroom verbessert Ursache 1 aber nicht.

Mit pw-top kannst du sehen, was die Xruns verursacht.

  1. Wenn die Xruns der Anwendung zunehmen, ist es Ursache 1
  2. Wenn nur der Treiber die Xruns erhöht, ist es Ursache 2
  3. Wenn beide zunehmen, ist es Ursache 1, die Ursache 2 verursacht
Quellen
  1. Pipewire Module-rt https://docs.pipewire.org/page_module_rt.html
  2. Pipewire Docs https://docs.pipewire.org/index.html
  3. Pipewire Configuration https://gitlab.freedesktop.org/pipewire/pipewire/-/wikis/Config-PipeWire
  4. pw-metadata https://docs.pipewire.org/page_man_pw_metadata_1.html
  5. pw-top https://docs.pipewire.org/page_man_pw_top_1.html
  6. Troubleshooting & XRuns https://gitlab.freedesktop.org/pipewire/pipewire/-/wikis/Troubleshooting#xruns
  7. Pipewire Ubuntuusers https://wiki.ubuntuusers.de/Pipewire/
  8. Pipewire Home https://pipewire.org/

Youtube RSS Feeds Kanal und Playlisten

Wer viele Nachrichten und Informationsquellen hat, verliert schnell mal die Übersicht. Da hilft das uralte Konzept der RSS Feeds sehr elegant weiter. Nur weil es alt ist, kann es auch gut sein.

Kanal RSS Feed

Der Kanal RSS Feed ist schnell mit jedem einfachen RSS Feed Addon von Firefox gefunden.

Von meinem Kanal muss nur die Kanal ID oder „channel_id“ gefunden werden, die meist in der URL Leiste steht. Und wenn sie da nicht zu finden ist, dann einfach den Quellcode der Webseite öffnen – bei Firefox einfach Strg+U drücken und mit Str+F nach dem folgenden Text suchen „https://www.youtube.com/feeds/videos.xml?channel_id=„, dann wird automatisch zur richtigen Stelle gesprungen, wo dann auch die gesamte URL steht, wie z.B, diese hier

https://www.youtube.com/feeds/videos.xml?channel_id=UCCQ0claPBEXXt4YP36ewKSQ

Playlist RSS Feed

Bei der Playlist ist es aktuell noch einfacher, die RSS Adresse herauszufinden.
Dazu wird einfach die Playliste aufgerufen und dann steht in der URL Leiste ungefähr so etwas

https://www.youtube.com/playlist?list=PLdIGJzeTcaAcGtRMOStGpGQXGe063oZab

Die Zeichenfolge nach list= ist dabei wichtig.

Jetzt muss nur noch https://www.youtube.com/feeds/videos.xml?channel_id= in https://www.youtube.com/feeds/videos.xml?playlist_id= umgewandelt und die „list=“ ID dran gehängt werden und schon ist der RSS Feed zusammengebaut.
Der sieht dann in diesem Fall so aus

https://www.youtube.com/feeds/videos.xml?playlist_id=PLdIGJzeTcaAcGtRMOStGpGQXGe063oZab

Viel Spaß mit mit euren Nachrichtenquellen und dem RSS Reader!

Audio in Video normalisieren mit ffmpeg

Manchmal ist das Audio in einem Video relativ leise und eigentlich ist da noch richtig Luft nach oben es lauter zu machen. Ein schöner und sehr eleganter Weg ist es mit ffmpeg die Normalisierungsfunktion zu nutzen, ohne das Video selbst erneut zu encoden. Das Audio muss natürlich neu encoded werden.

Zuerst muss ermittelt werden welches der lauteste Peak (lauteste Stelle) im gesamten Audio ist

Lautstärkenermittlung – Highest Peak

ffmpeg -i Videodatei.mp4 -af "volumedetect" -vn -sn -dn -f null /dev/null

Dann steht in der Ausgabe irgendwo relativ weit oben so etwas:

[Parsed_volumedetect_0 @ 0x00000000000] mean_volume: -29.1 dB
[Parsed_volumedetect_0 @ 0x00000000000] max_volume: -3.6 dB

Das „max_volume mit -3.6 dB“ ist das Interessante für uns. Das maximale Level in der digitalen Welt ist 0dB . Alles was darüber „gedrückt“ wird, wird sehr hässlich verzerrt. Das sollte unbedingt vermieden werden!!

Lautstärkenlimit beachten!

Und vielleicht ein kleiner Sicherheitsabstand wäre auch noch ganz gut, denn beim Umwandeln über D/A (Digital/Analog) Wandler passieren auch je nach Qualität manchmal merkwürdige Dinge. Stichwort Truepeak bzw True Inter-Sample Peak Level.
Also als Empfehlung wäre hier einen Puffer von 0,5 dB bis 1 dB einzuhalten.

In unserem Beispiel von „max_volume mit -3.6 dB“ nehmen wir mal einen Puffer von 1 dB, das würde dann heissen, dass wir das max_volume um 2.6dB erhöhen: -3.6+2.6= -1dB Ziellautstärke

Lautstärkenanhebung

Der Befehl dazu lautet (Ziel Audioformat: AAC)
ffmpeg -i Videodatei.mp4 -af "volume=2.6dB" -c:v copy -c:a aac -b:a 192k VideodateiErgebnis.mp4

Alias und Function

Und in der Shell Bash ist das natürlich schöner mit einem kurzen Alias aufzurufen. Aber ein Alias ist nur ein anderer Name für ein bestehender Name. Also könnte ich dem Programm Ulrike den Namen Peter geben und egal, welchen Namen ich jetzt eingebe Ulrike oder Peter, das selbe Programm wird ausgeführt.

Da sich hier aber Aufrufparameter, wie Videodatei und die 2.6dB handelt, reicht ein Alias nicht. Dafür gibt es in der Bash die Function. Hier können dann auch die Aufrufparameter abgefragt werden.

Diese Functions weiter unten gelten immer nur für die aktuelle Session. Sobald das Fenster geschlossen oder die Bash beendet wird, ist auch die Function gelöscht. Soll die Function für immer bleiben, muss sie in der Datei .~bashrc im eigenen Homeverzeichnis definiert werden.

Lautstärke herausfinden

Der Aufruf sieht so aus myMaxvol Videodatei.mp4

myMaxvol() { ffmpeg -i "$1" -af "volumedetect" -vn -sn -dn -f null /dev/null; }

Lautstärke anheben

Der Aufruf sieht so aus: myGainvol Videodatei.mp4 2.6

myGainvol() { ffmpeg -i "$1" -af "volume=""$2""dB" -c:v copy -c:a aac -b:a 192k output.mp4 && mv output.mp4 "$1" ; }

Erklärung was hier passiert: Es wird als Parameter Videodatei.mp4 und 2.6 als Lautstärkenanhebung mitgegeben. Das Ergebnis wird in eine Datei namens output.mp4 geschrieben. Wenn die Lautstärkenanhebung erfolgreich war, dann wird die Datei output.mp4 umbenannt in die Videodatei.mp4, die damit natürlich überschrieben wird.

Wenn die Aktion schief läuft, dann liegt da eine Datei output.mp4 herum und noch die originale Datei Videodatei.mp4.

Bash Script

Vielleicht bastle ich noch ein kleine Bash Script, das automatisch die Lautstärke ermittelt, dann auch automatisch die Anhebung ermittelt und danach gleich die Lautstärkenanhebung durchführt. Und dann das ganze noch auf ein ganzes Verzeichnis anwendet.

Schaumermal.

11 Podcasts die du kennen solltest

Podcasts höre ich seit ungefähr, ich glaube 20 Jahren. Davor waren es spezielle Radiosendungen. Teilweise waren es Unterhaltungssendungen und zum größeren Teil Informations- bzw Wissenssendungen. Das habe ich beim Übergang zu den Podcasts beibehalten, wobei der Teil der Unterhaltungssendungen immer weniger geworden ist.

Der Grund dafür ist, dass mittlerweile jeder Hänsel und Gretel, ComedyOnkel und StandupTante, Computerant und Notebookteusse unglaublich belangloses und teilweise wirklich gefährliches Halbwissen verbreiten. Oder FeuiletonFrida oder KulturKurt, die sich im eigenen Spiegelbild bei Weihrauch suhlen. Für mich ist das entweder Belästigung oder einfach reine Zeitverschwendung. Aber glücklicherweise haben wir alle unterschiedliche Geschmäcker

Daher will ich mal meine absoluten Lieblingspodcasts allen ans Herz legen, die gerne ausgewogen und gut informiert sein wollen.

PS: Die meisten Podcasts können mit ganz normalen Podcast Catcher Programmen abonniert werden. Auf jeden Fall diese, die wirklich gut präsentiertes Wissen vermitteln. Die anderen Special Apps, bei denen eine Mitgliedschaft notwendig ist, bieten meist nur Unterhaltung und Zeitvertreib.

hr2 – Der Tag – Ein Thema, viele Perspektiven

Seit sehr vielen Jahren bietet dieser Podcast eine unglaublich hohe Qualität. Jeden Tag in der Woche wird ein Thema unter die Lupe genommen und von vielen verschiedenen Seiten besprochen. Mit FürsprecherInnen und GegnerInnen. Es handelt sich dabei meist um relativ aktuelle Themen. Nie um tagesaktuelle Themen, da hier Journalismus ernst genommen und sehr gut die Perspektiven und GesprächspartnerInnen recherchiert wird.

Per RSS abonnieren https://podcast.hr.de/derTag/podcast.xml
Webseite https://www.hr-inforadio.de/podcast/der-tag/index.html

WDR5 – Das philosophische Radio – Denn Denken hat was

Ein wunderbar moderierter Podcast mit Jürgen Wiebicke! Viele interessante Themen mit interessanten Gästen und wichtigen Perspektivwechseln. Auch wenn selbst das Wissen über Philosophie recht gering ist, wird sehr darauf geachtet alle ZuhörerInnen thematisch mit zu nehmen. Ein sehr guter Podcast, der einlädt innezuhalten und bei dieser Entschleunigung mit den SprecherInnen zusammen die Gedanken schweifen zu lassen, über alles was die Menschheit bewegt, zerteilt und zusammenhält.

Per RSS abonnieren https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/uebersicht-das-philosophische-radio100.feed
Webseite https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html

Deutschlandfunk Nova – Hörsaal

Mal hören, wohin uns die Wissenschaft bringt. Was Forscher*innen über unser Leben herausfinden. Welche Antworten sie für unsere Zukunft haben.

Ein wunderbarer Service von DLF, mit dem sie Vorträge von WissenschaftlerInnen aus allen Disziplinen senden, die in diversen Hörsälen aufgenommen wurden. Ein wahrer Schatz an Erkenntnissen und Fakten.

Per RSS abonnieren https://www.deutschlandfunknova.de/podcast/hoersaal-der-podcast
Webseite https://www.deutschlandfunknova.de/podcasts/download/hoersaal-der-podcast

SWR Wissen

Täglich Neues aus Gesundheit und Ökologie, Wissenschaft und Weltgeschehen im Podcast von SWR2 Wissen. Wichtige Zusammenhänge, gründliche Recherchen, überraschende Hintergründe.

Per RSS abonnieren https://www.swr.de/~podcast/swr2/programm/podcast-swr2-wissen-100.xml
Webseite https://www.swr.de/swr2/programm/podcast-swr2-wissen-100.html

Welt der Physik

„Welt der Physik“ ist ein Onlinemagazin, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft herausgegeben wird. Seit 2003 berichtet die Redaktion auf der Website leicht verständlich über Themen rund um die Physik und möchte so für diesen und angrenzende Fachbereiche begeistern.

Die Redaktion veröffentlicht regelmäßig Nachrichten über aktuelle Forschungsergebnisse sowie Interviews, in denen Physikerinnen und Physiker einen Einblick in ihre Arbeit geben. Die Rubrik „Physik hinter den Dingen“ widmet sich Fragen des Alltags – etwa wie eine Klimaanlage funktioniert oder wie weit man mit einem Teleskop schauen kann.

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Webseite https://wissenschaftspodcasts.de/podcasts/welt-der-physik/

Deutschlandfunk – Forschung aktuell

Was der Titel schon verspricht: Alle aktuellen Themen aus der Forschung. Kurz und präzise behandelt und erklärt.
Hilft hervorragend gegen Blödheit, Glaubens- und Meinungsgesellschaften, bei gleichzeitiger Stärkung des gesunden Menschenverstandes.

Per RSS abonnieren https://www.deutschlandfunk.de/forschung-aktuell-100.rss
Webseite https://www.deutschlandfunk.de/forschung-aktuell-100.html

WRINT – Geschichtsunterricht

Wer redet ist nicht tot und wer deutsche Podcasts hört, aber Holgi (Holger Klein) nicht kennt, sollte jetzt etwas peinlich berührt sein. Info übernächster Absatz.

Holgi fragt und Matthias von Hellfeld erzählt sehr unterhaltsam und ohne nerviges Datumaufgezähle ein Thema aus der Geschichte.

Beide (Holgi & Matthias von Hellfeld) produzieren noch wesentlich mehr Podcasts, Blogs und andere Veröffentlichungen.

Hintergrund: Zu Zeiten als Podcasts noch als perverses Hobby von pickeligen Computers Nerds (nicht diese „Hipster“ mit zwei verschiedenen Socken und dem Frl. Rottenmeyer Gedächtnisdutt) verstanden wurde, wurde Holgi von Tim Pritlove, dem Urvater des deutschen Podcastes und Blinkenlights angestiftet ebenfalls Podcasts zu machen. Das muss wohl gut 20 Jahre her sein? Und diesen beiden dürfte es wohl auch zu verdanken sein, dass sich dieses Format über sehr lange Jahre in Deutschland gehalten hat und auch groß geworden ist.

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Webseite https://wrint.de/category/geschichtsunterricht/

Geschichten aus der Geschichte

Seit über sieben Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche gegenseitig eine interessante Geschichte aus der Geschichte. Dabei geht es um vergessene Ereignisse, außergewöhnliche Persönlichkeiten und überraschende Zusammenhänge der Geschichte aus allen Epochen.

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Webseite https://www.geschichte.fm/

WRINT – Politikunterricht

Holgi (Holger Klein) fragt Thomas Brandt (Lehrer für Sozialkunde und Englisch an einer beruflichen Oberschule in Bayern) zu Themen aus Politik und Gesellschaftskunde. Und dieser erzählt auf gut verständliche und auch unterhaltsame Art, was dieses und jenes ist und sowieso wie es funktioniert.

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Webseite https://wrint.de/category/politikunterricht/

Peter und der Wald

Weil der Wald einer unserer wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen die Klimakatastrophe ist, bringt dieser Podcast Wissen und Hoffnung.

Was macht den Zauber der Wildnis aus? Haben Bäume Gefühle? Wie funktioniert ökologische Forstwirtschaft? Deutschlands bekanntester Förster Peter Wohlleben spricht mit Experten, Wissenschaftlern, Aktivisten und Prominenten über Wege, wie wir das Klima und den Wald besser schützen können, warum Artenvielfalt so wichtig ist – und was jeder von uns tun kann, damit die grüne Wende in Deutschland gelingt.

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WDR5 – Grüße aus der Zukunft

Und wie versprochen noch ein Podcast aus Absurdistan mit schönen kurzen und völlig abstrusen … oder vielleicht doch wahren Folgen?

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Natürlich …

Höre ich noch mehr Podcasts, aber das hier waren jetzt die Podcasts, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Bei den anderen, die ich sonst noch so höre, würde ich nur die einzelnen Folgen empfehlen, die mir persönlich gut gefallen.

Podcast Catcher – AntennaPod

Wer eine gute PodcastCatcher App sucht, sollte sich die App AntennaPod anschauen. Zu bekommen im App Store (F-Droid/Gogle Ple Store) deines Vertrauens. Eine absolute Empfehlung. Die App kann richtig viel!

Leider …

Es gäbe noch weitere tolle Wissenspodcasts von der ARD, aber die werden leider nur eingezäunt und ohne öffentlich zugängliche RSS Adresse von der ARD App angeboten und ohne Selbstvertrauen als Oridschinäl bezeichnet. In der Fachwelt nennt sich das Pen … Facebook/Netflix-Neid. Daher keine Empfehlung.

Viel Spaß damit.

Digitalisierung in der Öffentlichen Verwaltung

Eigentlich heisst der Vortrag

„WSP.NRW: Vielfältiger Einsatz von Open-Source-Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung
Innovation durch Partizipation: Wie vielseitige Open-Source-Technologien die Transformation der öffentlichen Verwaltung vorantreiben“

aber der Einsatz oder Realisierung von OpenSource Software geht praktischerweise gut einher mit der Digitalisierung.

Für Interessierte ein wirklich sehr guter Vortrag, der teilweise mit guten Beispielen in die Tiefe geht und auch zeigt, dass das Problem nicht nur Software ist, sondern sehr viel auch Prozess und Organisationsstandardisierung, die dann wiederum durch Software gestützt wird.

Herzlichen Dank für diesen Einblick ! Und hier der Link zum Vortrag. Oder direkt unten auf das Video aus der Mediathek des CCC klicken und anschauen.

WordPress & der Fulltext RSS Feed

In WordPress kann eingestellt werden, ob der RSS Feed nur einen Auszug (Excerpt) oder den gesamten Blogartikel (Full Text) enthalten soll. Das ist eine Einstellung unter „Einstellungen -> Lesen -> „Füge für jeden Beitrag in einem Feed Folgendes hinzu“ -> ganzen Text.

Eigentlich ganz einfach. Denn es funktioniert ja auch.

Allerdings prüfte ich das mit meinem Browser und da kam nur der Auszug (Excerpt) an und nicht der volle Text.

Um eine lange Geschichte kurz zu machen, die sich über Wochen hinzog mit Teufelsaustreibungen an Suchmaschinen, Anbetungen von bisher unbekannten Gottheiten aus anderen Dimensionen und völlig neuartigen Verfluchungsritualen, bekam ich den Hinweis, ich solle doch mal mein eigenes Blog nicht im Browser prüfen, sondern in meinem Feed Reader.

Ich lese mein Blog normalerweise nicht in meinem Feed Reader. Ick hab dit Artikel ja wohl ooch selba jeschriem und ick wess was da drinne steht. Übawiegend.

Nun es zeigte sich, dass WordPress den Auszug (Excerpt) UND den Full Text in den Feed packt, aber der Browser nur den Auszug anzeigt. 🤦

Ich habe also wochenlang nach einer Lösung eines Problems gesucht, das gar keins war.

Daraufhin habe ich gleich mal noch das Firefox Browser Addon RSSPreview dessen seine sich Standardeinstellungen (konditional hart emotional Präsenz) geprüft und dort gibt es tatsächlich eine Einstellung:

„Display full articles even when summaries are present“

Diese Einstellung ist jetzt angehakt. Vielleicht brauche ich sie ja mal wieder.

Danke an vinz ! 🌻 Er hat mich darauf hingewiesen.

Und ich hoffe dieser Blogbeitrag hilft noch ein paar Menschen, die an dem fehlenden Hilfetext in WordPress oder der schlechten Standardeinstellung des Addons verzweifeln.

Lernvideos sinnvoll organisieren

Es gibt, oder es gab, ich weiss es ehrlich nicht genau, daher schreib ich mal in der Gegenwartsform, das Kommandozeilenprogramm youtube-dl oder andere Varianten wie yt-dlp oder ähnliche, mit denen es einfach möglich ist Videos herunter zu laden, um nicht von einer funktionierenden Internetleitung abhängig zu sein. Wer in Deutschland lebt, weiss, was ich meine.

Vor allem bei Lernmaterial ist das super, wenn es offline verfügbar ist und immer wieder angeschaut werden kann, ohne wieder und wieder durch das Streaming CO2 zu erzeugen.

Viele dieser Lernvideos haben Kapitelmarken und auch Untertitel in verschiedenen Sprachen, die natürlich auch im offline Modus sehr hilfreich sind. Und nicht nur als Kapitel, sondern eventuell auch zur Zerteilung in einzelne Videoclips, so dass bei einer Suche direkt auf den entsprechenden Clip zugegriffen werden kann.

Wenn also ein Video legal runtergeladen werden darf, dann helfen folgende Parameter und folgender Workflow bei den entsprechenden Programmen, die ich jetzt einfach mal unter dem Programmnamen DLPGRM zusammenfasse

Verfügbare Formate auslesen

Um erst mal zu sehen, in welchen VIDEO und AUDIO Formaten die Quelle vorliegt, gibt es folgenden Befehl, mit dem eine Tabelle ausgegeben wird.

DLPGRM -F URL-Link

Am Anfang der Tabelle steht in jeder Zeile eine ID und rechts daneben jede Menge weiterer Parameter. Wichtig ist, sich hier die IDs für das gewünschte VIDEO und AUDIO Format zu notieren, denn das wird für den nächsten Schritt gebraucht.

Hinweis: Wenn es einfach nur ein Redebeitrag ist, ohne dass Dinge gezeigt werden, die wichtig sind, wäre es unter Umständen sogar sinnvoll, das als Audiodatei (weiter unten) zu speichern, oder wenigstens als Video mit einer sehr geringen Auflösung. Wenn die Lernvideos nur auf dem Smartphone gespeichert werden sollen, dann sind hohe Auflösungen eh meist sinnlos. Da kann dann schon mal 256×144, 426×240 oder 640×360 genommen werden. Das spart CO2 und zuletzt auch eine Menge Festplattenplatz.

Lernvideo mit Kapitelinformationen speichern

Ist also die ID Nummer für VIDEO und AUDIO ausgesucht, dann kann mit folgendem Befehl das Lernvideo gespeichert werden. Gleichzeitig werden die Kapitel und deutsche & englische Untertitel mit rein gepackt und als Datei kommt eine MP4 Datei heraus, die auf allen Endgeräten abspielbar ist.

DLPGRM -f VIDEO+AUDIO --merge-output mp4 --embed-chapters --sub-langs "de,en" --embed-subs --write-auto-subs --embed-metadata URL-LINK

Soll das Lernvideo als reine Audio Datei, z.B. mp3 gespeichert werden, dann geht das auch mit

DLPGRM -x --audio-format mp3 URL-LINK

Kapitel nachträglich auslesen

Die Kapitel können nachträglich aus der Videodatei mit ffmpeg ausgelesen werden. Genauer gesagt mit dem Tool ffprobe. Dazu muss einfach nur der Befehl

ffprobe -show_chapters VIDEODATEI

eingegeben werden und als Ergebnis kommt eine Textausgabe der Kapitel heraus. Allerdings im sehr ausführlichen ffmpeg Format, aus dem dann die entsprechenden Informationen entnommen werden können. Dieses Format sieht z.B. so aus

[CHAPTER] 
id=0
time_base=1/1000
start=0
start_time=0.000000
end=60000
end_time=60.000000
TAG:title=Einleitung
[/CHAPTER]
[CHAPTER]
id=1
time_base=1/1000
start=60000
start_time=60.000000
end=95000
end_time=95.000000
TAG:title=Kanäle / Tracks umschalten
[/CHAPTER]
[CHAPTER]
id=2
time_base=1/1000
start=95000
start_time=95.000000
end=177000
end_time=177.000000
TAG:title=Parameter ändern (Volume, Pan, Send Effekte/Kanäle) und resetten
[/CHAPTER]
[CHAPTER]
id=3
time_base=1/1000

Kapitel als einzelne Videos speichern

Soll das Lernvideo nun aber in einzelne kleinere und leichter auffindbare Dateien aufgeteilt werden, so würde das auch mit dem Programm gehen, allerdings gibt es da den einen oder anderen unschönen Seiteneffekt, der durch sogenannte fehlende Keyframes (ein komplettes Vollbild) an der richtigen Stelle entsteht, so dass es manchmal beim Beginn der Kapitel aussieht, als würde jemand mit Wasserfarben durchs Bild wischen, oder aber das Lernvideo muss komplett neu codiert werden. Und das kann ganz schön lange dauern.

Es gibt da einen kleinen Trick, der nicht nur schneller, sondern auch Resourcen schonender ist. Das Programm LossLessCut kann diverse Videoformate einfach zerteilen, ohne dass irgendwas neu berechnet werden muss. Und es bietet eine einfache und praktische Lösung zu dem Keyframe Problem an. Nämlich schaut es, wo das Kapitel beginnt und dann „spult“ es so lange zurück, bis es das letzte Keyframe findet und legt den Anfang des Kapitels dorthin.

Dabei handelt es sich dann meist um eine Wiederholung maximal 1-3 Sekunden zum vorherigen Kapitel aber dafür mit einem klaren Bild.

Also wird das Lernvideo in LossLessCut reingeladen und dann wird zuerst gefragt, ob die Segmente oder Chapters auch importiert werden sollen. Auf diese Frage mit Ja antworten. Danach kann gleich rechts unten auf den Export Knopf gedrückt werden und diese Einstellungen sollten übernommen werden.
Wichtig sind: Separate files, mp4, Cut mode=Keyframe cut, preserve all MP4/MOV metadata

Und nach 3 Sekunden liegen alle Kapitel als einzelne Videoclips vor.

Viel Spaß bei der Organisation eurer Lernvideos, die ihr jetzt noch viel effizienter ablegen könnt.

Vim – Suchen & Ersetzen – RegEx

Reguläre Ausdrücke (RegEx) sind DER Shit, wenn es darum geht extrem schnelle und auch sehr komplexe Dinge mit Texten bzw Strings oder einfach generell bei Suchen zu veranstalten.

Ein Anwendungsfall kommt immer wieder vor, nämlich das Suchen&Ersetzen.

Das Muster sieht so aus

:[range] s / [pattern] / [string] / [flags] [count]

[range]

  • bei range steht meist ein Prozentzeichen % das für den gesamten Text aka alles steht
  • hier können auch 1,$ = erste Zeile, erstes Zeichen bis letzte Zeile, letztes Zeichen
  • .,$ heisst von der aktuellen Zeile bis zum Ende
  • {Nummer} – in Zeile Nummer sowieso z.B. Zeile 14
  • Die Übersicht der schier unendlichen Bereichsangaben bekommst du, wenn du vim aufrufst und dann :h range eingibst

s (substitute)

  • Substitute ist die Suchen&Ersetzen Funktion. Wichtig zu wissen ist, dass alle Zeichen, die nicht in a-z und A-Z sind, müssen mit einem vorangestelltem Backslash \ „escaped“ werden.
  • Also Zahlen, Punkte, Klammern und Sonderzeichen mit einem Backslash \ escaped werden.
  • Ein Backslash wird dann natürlich auch mit einem Backslash escaped \\. Und ein Slash im Suchstring wird natürlich auch mit einem Backslash escaped \/ . Auch ein Leerzeichen bzw Blank wird mit einem Backslash escaped.
  • Der Grund dafür ist, dass viele dieser Zeichen selbst eine Funktion für die Suche darstellen. Und damit da keine Verwechselung entsteht muss extra „escaped“ werden.

[pattern]

  • Pattern ist der zu suchende Text
  • In einem Pattern können auch wiederum Pattern-Funktionen eingefügt werden, wie z.B. ab dem 5. Zeichen (spalte/column) %5c oder bis zum 5. Zeichen %>5c und viele weitere.
  • in vim :help pattern

[string]

  • String ist der Text, der das gesuchte Pattern ersetzt werden soll.

[flags]

  • g (global) wiederholt das Suchen&Ersetzen, bis zum Ende des Textes. Wird g nicht angegeben, wird nach dem ersten Suchtreffer aufgehört.
  • c (confirm) zum Bestätigen des Ersetzens
  • i (ignore) um Groß/Kleinschreibung zu ignorieren

[count]

  • der Parameter count wird bei Bedarf in einer positiven ganzen Zahl wie z.B. 5 angegeben. Er wirkt sich auf das Suchen&Ersetzen so aus, dass z.B.
  • %s/blah/blubb/g 5 – vom Textanfang die ersten 5 Zeilen bearbeitet werden
  • 10,$ s/blah/blubb/g 5 – ab Zeile 10, die Zeilen 10, 11, 12, 13, 14, also insgesamt 5 Zeilen bearbeitet werden.

Slash / – das Slash „/“ trennt die verschiedenen Parameter voneinander.

Will ich also den merkwürdigen String „Maier/(Schmidt)-Hans\Jens.Familie?“ in meinem gesamten Text mit „Bullshit!„ersetzen, sähe der Aufruf so aus

:%s/Maier\/\(Schmidt\)\-Hans\\Jens\.Familie\?/Bullshit\\!/g

Einfach vor jedes nicht a-zA-Z Zeichen ein Backslash

Bock auf Realität? Time is up: Messungen Stand Herbst 2023

15.08.2023 LINNEAN SOCIETY OF LONDON Kriminal-Biologe Dr. Mark Benecke stellt die neuen Messungen zu Umwelt & Klima für Herbst 2023 mitten im heißesten Sommer seit Menschen-Gedenken vor.

Diesmal live aus der Linnean Society of London, in der Charles Darwin & Alfred Russel Wallace die Evolutions-Überlegungen und -Messungen erstmals vorstellten.

Nebst einer Anmerkung zu von Ernst Haeckel geprägten Begriff des ‚Anthropozäns‘ und neuesten Untersuchungen zu Umwelt, Klima, Eis-Schmelze und Hitze-Warn-Stufen.

Zum Vortrag auf YouTube hier klicken oder direkt auf das Bild

Nützliche Bash Shortcuts

Wenn du in Linux die Konsole öffnest, dann öffnest du in den meisten Fällen eine Bash Shell. Eine Shell ist einfach nur ein Programm, mit dem du Befehle an deinen Computer senden kannst wie : Zeige mir alle Dateien und Verzeichnisse an, oder starte Programm XY. Eine Shell ist also eine Kommunikationsschnittstelle zu deinem Betriebssystem. Es gibt viele verschiedene Shells und eine davon ist eben Bash. Siehe auch Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Bash_(Shell)

So eine Shell (Mensch-Maschine-Schnittstelle) bietet sehr sehr sehr viele verschiedene Möglichkeiten. Darunter auch viele Shortcuts (Tastenkombinationen), die das Eingeben, Suchen, Editieren usw viel einfacher machen.

Hier habe ich einige und für mich sehr nützliche Shortcuts zusammengestellt

Die Buchstaben hier sind zwar alle groß geschrieben, aber das einfach nur wegen der besseren Lesbarkeit und Einheitlichkeit. Alle Buchstaben können ohne die Shift Taste eingegeben werden. Also ein L ist eigentlich ein l, das sonst schnell mit einem großen i verwechselt werden könnte. Ich schreibe extra Kommandozeile, weil die sich über mehrere Zeilen erstrecken kann und damit klar wird, dass nicht die Bildschirmränder gemeint sind.

Nützliches

  • TAB Tabulator Taste bei der Eingabe drücken, um die Autovervollständigung zu nutzen. Am Anfang der Zeile wird nach Befehlen aus dem System gesucht, wenn bereits ein Wort am Anfang steht, dann werden Datei- und Verzeichnisnamen vervollständigt
  • Strg + L Löscht den Bildschirm. Wie auch der Befehl clear
  • !! Den letzten Befehl nochmal wiederholen (NOCHMAL !! !! !! !!)

Suchen

  • Pfeil hoch / runter – Befehlshistorie hoch und runter (vor und zurück) blättern, um bereits ausgeführte Befehle nochmal zu wiederholen. Bash speichert eingegebene Befehle in einer Datei namens .bash_history in deinem Homeverzeichnis und diese wird dann durchsucht.
  • Strg + R Inkrementelle Rückwärtssuche der Bash Historie. Erneut Strg + R drücken, um das nächste Suchergebnis anzeigen zu lassen.
  • Strg + J die aktuelle Suche in der Bash Historie mit der Übernahme des aktuellen Befehls beenden (Jaaaaa)
  • Strg + G die aktuelle Suche in der History mit leerer Eingabe beenden (Geh weg!)

Cursor Navigation

  • Strg + A Springe ganz an den ANFANG der Kommandozeile
  • Strg + E Springe ganz an das ENDE der Kommandozeile
  • Alt + F schiebt den Cursor vorwärts (FORWARD) vor das nächste Wort
  • Alt + B schiebt Cursor zurück (BACK) auf den ersten Buchstaben des vorangegangen Wortes

Löschen & Tauschen

  • Strg + U Löscht alles links des Cursors bis zum Anfang der Kommandozeile (Uuuuund zurück)
  • Strg + K Löscht alles rechts des Cursors bis zum Ende der Kommandozeile (Kawumm)

  • Strg + W Löscht ab dem aktuellen Zeichen links den „Rest“ bis zum WORTanfang
  • Alt + D Löscht ab dem aktuellen Zeichen den „Rest“ DES Wortes rechts

  • Alt + T Das Wort an der aktuellen Cursorposition wird mit dem vorangehenden Wort vertauscht (Tausch)

Ausgabe Display

  • Strg + S Stoppt die Ausgabe von Meldungen auf dem Bildschirm – einfrieren/screenshot (das aktuell laufende Programm wird nicht gestoppt. Im „Hintergrund“ laufen die Meldungen weiter)
  • Strg + Q Beendet das Strg + S (screenshot/einfrieren)

Beenden

  • Strg + C Abbruch eines Programms
  • Strg + D Schliesst die Bash Shell und damit auch meist das Konsolen Terminal

Markdown Suite – Logseq, nicht nutzbar

Ich benutze sehr gerne Markdown Editoren, weil diese leichtgewichtig sind und einen super Kompromiss zwischen einem formatiertem Text, also mit Überschriften, Absätzen, fett und kursiv, Tabellen und so weiter und der Archivierung, weil einfacher Text noch in 50 Jahren mit jedem x-beliebigen Editor auf jedem denkbar möglichen Betriebssystem und Plattform gelesen und bearbeitet werden kann.

Aktuell nutze ich Obsidian und bin damit eigentlich super zufrieden. Obsidian ist eine Markdown Suite. Das heisst, dass rund um den Editor eine Menge Helfer mit dabei ist. Also sowas wie ein Dateimanager, automatische Inhaltsverzeichnisse, eine gute Suche, eine Hashtag Verwaltung und jede Menge weiterer kleine Helfer, die das Leben einfacher machen.

Das Ganze synchronisiere ich dann noch mit meiner Nextcloud und habe so immer den aktuellen Stand auf den Geräten, auf denen ich das will. Da es sich dabei nur um kleine Textdateien handelt, sind meine rund 1000 Dateien mit Dokumentation, Ideen, Anleitungen, Entwürfen und Planungen um die 8MB groß. Jede Änderung ist blitzschnell übertragen, weil Änderungen und Erweiterungen an Textdateien immer nur ein paar Byte sind. Das wäre sogar mit uralten Modems aus den 1990er Jahren blitzschnell möglich.

Und dennoch schaue ich immer mal wieder über den Tellerrand und schaue mir andere Markdown Suites an.

Diesmal hatte ich mir Logseq angeschaut. Dafür gibt es Desktopversionen für alle Betriebssysteme und für Smartphones. Installiert habe ich eine 0.9.9 Flathub Version vom 13.06.2023 unter Kubuntu Linux.

Eine dreispaltige Aufteilung, was mir persönlich schon mal sehr gut gefällt. Aber dann ärgerte mich ein bisschen die Umschaltung auf das DarkTheme. Es dauerte mehrere Neustarts des Programms und neu einstellen, bis es übernommen wurde. Ich habe keine Ahnung woran es lag.

Und dann scheiterte ich daran einen ganz einfachen Dateimanager zu finden. Es gibt zwar eine Suche über alle Dateien, aber diese kann nur genaue Dateienamen verarbeiten und nicht mehrere Wörter, die in einer Datei vorkommen könnten. So fand ich dann auch meine Dateien nicht.

Ich fand dann ein Plugin „File Manager“, das zu finden irgendwie wohl nicht so richtig möglich ist. Damit war für mich dann der Test zu Ende.

Fazit
Eine Suche mit der ich meine Dateien nicht finden kann und ein Filemanager, der nicht aufzufinden ist, sind das absolute KO Kriterium für so eine Suite. Schade. Ich werde es einfach irgendwann in der Zukunft nochmal probieren. Vielleicht wurde dann an der Usability ein wenig gearbeitet.

Der Problem Casus – Positive Nachrichten

Es gibt den neuen Reuters Digital News Report , der von WDR5 Hintergrund Medien vorgestellt wurde.

Kurz gesagt: Der Nachrichtenkonsum geht zurück, Menschen vermeiden aktiv das Konsumieren von Nachrichten, suchen sich gezielt Nachrichten aus und die Öffentlichen genießen trotz stark sinkender Zahlen immer noch das größte Vertrauen der Öffentlichkeit. Und die Leute zahlen online weniger für Nachrichten und wenn dann meist für Unabhängige.

Nun wird gerade die BBC und ein Springer Medium gefeiert, die nur positive Nachrichten verkünden und die gerade einen großen Zulauf haben. Ist ja auch verständlich in Zeiten, in denen politisch, medial wie wirtschaftlich von den AkteurInnen Angst geschürt wird, wo es nur geht. Niemand hat Bock auf Angst und irgendwann verschließt sich dann jeder Mensch vor Nachrichten.

Das große Problem, dass ich bei diesen positive Newstainment sehe ist, dass eine Scheinwelt aufgemacht wird : Es ist ja alles gut. Nein nein nein, das Haus brennt nicht. Das ist kein Qualm, das ist nur der Morgennebel. Wie es ist Abend? Naja dann halt der Abendnebel. Alles ist gut.

Das eigentliche Problem von Nachrichten und Journalismus ist aber, dass viel zu viele Medien drei Kardinalfehler begehen und daher auch gemieden werden

  1. viel zu schnell eine gewinnträchtige Schlagzeile veröffentlichen mit wenig bis gar keiner Kompetenz und fachliche Aussagekraft
  2. viel zu reißerisch und dramatisch an Themen ran gehen. Das will niemand mehr hören und sehen, der bei klarem Verstand ist.
  3. nicht verstehen, dass LeserInnen vor der Lektüre des Artikels kein Aufbaustudium für dieses Thema abgeschlossen haben.

Jede Gegenargumentation der Medien „Ja sonst kauft das niemand“ ist hinfällig, denn wie die Zahlen zeigen, unterstützen Menschen unabhängige, die sich exakt diese drei Punkte zu Herzen genommen haben.

Wenn Medien Scheiße verkaufen wollen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie wie Scheiße behandelt und ignoriert werden.

JournalistInnen und ReporterInnen sind scheinbar AkademikerInnen, was sie wohl aber ungern preis geben. Das Recherchieren, das Schreiben und das emotional richtige und technisch Präzise Formulieren sollten sie als ihr zentrales Handwerk verstehen, wenn sie langfristig in diesem Beruf bestehen und angesehen werden wollen.

Das heisst auch, dass Artikel so geschrieben werden sollten, dass ein normaler Mensch mit normaler Schulbildung, der sich gerade in einer nicht angenehmen Lebenssituation befindet, aber sich dennoch für dieses Thema interessiert, in einem Text immer wieder mitgenommen werden muss. Das eitle Benutzen von Fremdwörtern, wie oben im Titel der Fall „Casus“ ist Gift für so einen Artikel. Es muss davon ausgegangen werden, dass dieser Artikel auch einem 10jährigen Kind irgendeine nützliche Information überbringen kann. Eventuell Texte mehrschichtig schreiben. Das kann z.B. auch in verschiedenen Absätzen geschehen. So wie es schon sehr lange der Fall ist Titel – Untertitel(Zusammenfassung) könnte noch eine weitere Unterteilung stattfinden.

Wenn Medien für seriös gehalten werden wollen, dann müssen sie auch seriös handeln. Reißerische Titel sind das exakte Gegenteil von Seriosität.

Anstatt sich nun auf das nächste Entertainmentformat zu stürzen, das den Leuten dann auch schnell langweilig wird und wofür sie sicherlich noch weniger Geld ausgeben wollen, denn auf YouTube gibt es auch jede Menge Arschbombenbattles für kostenlos, sollten sich Medien mal Gedanken machen, was ihre eigentlich Aufgabe ist UND welchen Anteil sie daran haben, dass der Angstpegel bei viel zu vielen Menschen viel zu hoch ist.

Wer sich den Radiobeitrag anhören will, er wird für fast ein Jahr online sein und muss dann wegen den Privaten Medien vom Netz genommen werden.

WDR 5 Hintergrund Medien – Erkenntnisse zum weltweiten Nachrichtenkonsum

WDR 5 Hintergrund Medien. 17.06.2023. 10:43 Min..
Verfügbar bis 15.06.2024. WDR 5.
Das Interesse an Nachrichten geht zurück. Das sagt der diesjährige „Reuters Digital News Report“, die wohl bedeutendste Studie zum Nachrichtenkonsum weltweit. Kevin Barth stellt sie vor. Schlechte Nachrichten u.a. zum Ukraine-Krieg versuchen Menschen zunehmend zu vermeiden. Stattdessen sind „Good News“ gefragt. Wie Medien damit umgehen und welche neuen Formate es in dem Bereich gibt, berichtet David Freches.

Bildung in Deutschland – Das goldene Skript

Bildung und Digitalisierung ist in Deutschland ein schwieriges Thema. Zum einen ist Bildung Länderhoheit, so dass die einzelnen Bundesländer bestimmen, wie die jeweilige Bildung aussehen und passieren soll und zum anderen fehlen für die Digitalisierung der Bildung etliche Kriterien. Ein paar zu nennen: Die Medienkompetenz eine Strategie entwerfen zu können, die Infrastruktur wie Breitbandanschluss oder Vernetzung an und innerhalb der Bildungsstätten, eine hahnebüchene Überfrachtung der LehrerInnen mit völlig unnötigen Aufgaben und die völlig verzweifelt chaotische Forderung aus der Politik nach bestimmten Produkten, die allen SchülerInnen zur Verfügung stehen sollen. Stichwort Tablet.

Medienkompetenz
Die Bildung in Deutschland muss unbedingt auf den Prüfstand. Und zwar jeder einzelne Aspekt.

Eure Hoheit ist schlecht
Zu allererst dieser sehr ominöse Anspruch der Altvorderen und Pöstchenbesetzerzunft, dass Bildung Länderhoheit sei. Mir persönlich ist kein einziges Schulfach bekannt, dass so unglaublich länderspezifisch ist, dass es Gefahr liefe in einer Bundesbildung unterzugehen.
Das Ziel sollte sein das Gerangel zwischen den Bundesländern zu beseitigen und mit vereinten Kräften an einer Bundesbildung zu arbeiten. Denn wenn wir eines beobachten können, ist dass die Bildung im Laufe der Jahrzehnte nachweislich immer schlechter geworden ist. Immer weniger Bildungsinhalte können vermittelt werden und Prüfungen werden aufgeweicht. Es darf kein Unterschied bei der Qualität von Abschlussprüfungen einzelner Bundesländer geben!
Zwischendurch wird dann versucht mit technischer „Innovation“ diesen Umstand zu übertünchen, indem Whiteboards und Notebooks in den Schulen gefeiert werden. Das ist aber so, als würde von einem Bleistift mit blauer Lackierung auf einen Bleistift mit roter Lackierung gewechselt werden und behauptet, dass nun alles besser ist. Es sind nur Werkzeuge, keine Lehrinhalte.
Um nun nicht noch mehr Dinge aufzuzählen die nicht funktionieren, hier eine Strategie, wie die Vermittlung von Bildung zielorientiert organisiert werden könnte. Und das könnte teilweise schon seit hunderten von Jahren gemacht werden.

Einer für alle
Bildung muss Bundesangelegenheit werden. Das Länder Kleinklein durch das Zuständigkeitsgeschachere verhindert maßgeblich Qualität und Zukunftsorientierung. Aber selbst mit der Beibehaltung dieses Bremsklotzes sind die weiteren Schritte unabhängig davon.

Die geheime Superkraft: Sprache
Der wichtigste Schritt und die historisch am meisten vertane Chance: Viele Fächer vermitteln Inhalte „Was ist eigentlich / Was bedeutet / Wie funktioniert / Wie wird X gemacht …“, die immer gleich sind. Die Vermittlung dieser Inhalte funktioniert durch Sprache. Wer in seinem Leben in Deutschland schon mal eine Zeitung mit Anspruch, Fachartikel oder Fachbücher und ja leider auch die deutsche Wikipedia gelesen hat, wird festgestellt haben, dass leider viel zu oft in unverständlicher und unnötig komplexer Sprache, bis hin zur krampfhaft verwendeten Elitensprache zurückgegriffen wird. Fachleute, ProfessorInnen, JournalistInnen und Wichtigtuerinnen, die ihr eigenes Image als wichtiger empfinden, als die Inhalte, die sie vorgeben vermitteln zu wollen. Oder sie sind tatsächlich einfach nur unfähig Inhalte zu vermitteln.

Lehren ist eine sehr hohe Kunst und sollte nicht als „Beiwerk“ abgetan werden. Nicht jede Person die weiß, kann Wissen auch vermitteln.

Warum wird nicht seit Hunderten von Jahren ein „Drehbuch“, ich nenne es mal „ein goldenes Skript“ für jedes Fach geschrieben und kontinuierlich sprachlich für das Verständnis optimiert? Sprache ist das mächtigste Instrument, das wir als Menschen zur Vermittlung von Information haben und oft genug wird davon nur sehr mangelhaft bis fast nicht vorhanden Gebrauch gemacht.
Der deutschen Sprache wird oft nachgesagt, dass sie unglaublich präzise sein kann. Warum machen wir gerade vom wichtigsten Gut kaum Gebrauch?

Anti-Beispiel: Schauen sie hier, hier und hier.Beispiel: Schauen sie hier links oben, davon ausgehend runter rechts in der Mitte und schließlich ganz unten am rechten Rand .

Es ist zwingend notwendig, dass die schlausten Köpfe, die wir finden können, sich zusammentun und ein Drehbuch, das goldene Skript, für die Bildung entwerfen. Dass Fachliteratur auf Verständnis geprüft und bewertet wird. Es nützt niemandem etwas, wenn alle Geheimnisse dieser Welt unverständlich niedergeschrieben sind.
Noch einmal, weil es so wichtig ist: Es gibt Menschen, die unglaublich viel wissen, aber nicht in der Lage sind dieses Wissen verständlich lehrend wiederzugeben. Ein Drehbuch bzw ein goldenes Script würde diese Menschen in die Lage versetzen und noch viel wichtiger: würde den Lernenden massiv helfen und die Bildung auf ein hohes Niveau heben.

Digitalisierung
Die Digitalisierung soll die Werkzeuge bereitstellen, die das Lehren und das Lernen leichter machen. Und hier gilt natürlich auch das oberste Gebot: Die Sprache muss auf höchstem Niveau sein.

Videos – Inverted/Flipped Classroom
Es gibt mehrere Ansätze zur Unterstützung von Unterricht. Es gibt das Konzept der flipped oder inverted Classrooms, bei denen vereinfacht gesagt, der Inhalt als Video vorliegt und als Vorbereitung für eine Unterrichtsstunde konsumiert werden kann. Im Unterricht selbst werden dann Verständnisfragen besprochen, Details und Hintergründe vertieft. Letzteres sollte dann wieder zu einer Verbesserung des goldenen Skriptes hinzugezogen werden.

Video – Tutorials
Auch gibt es vermehrt Kurzvideos zu kleinen Themenschwerpunkten, die es unglaublich vereinfachen, gezielt bestimmte Lernthemen anzugehen. Auch hier sollte das goldene Skript als Grundlage dienen. Nur weil ein Video kurz und das Themengebiet klein ist, garantiert es noch keine Verständlichkeit oder Qualität.

Internetanschluss und Netzwerk
Natürlich ist der Internetanschluss der Bildungsstätten unglaublich wichtig. Hauptsächlich zur Kommunikation und natürlich auch im kontrollierten Maße im Unterricht zur Inhaltsvermittlung.

Whiteboards, Notebooks, Tablets, Smartphones
Sofern für das Lernen benutzt, sehr wichtige Werkzeuge, die aber streng geregelt sein sollten.

Medienkompetenz
Für mich persönlich noch ein sehr großes Anliegen ist das Lehren des recht unscharf umrissenen Bereiches Medienkompetenz. Einen Teilbereich wurde früher „selbstständiges Denken“ und „gesunder Menschenverstand“ oder „kritisches Denken“ genannt. Das hat sich auch in unseren modernen Zeiten nicht geändert.
Zur Medienkompetenz kommen natürlich noch wichtige technische Themen dazu, wie die Digitalisierung im weitesten Sinne. Also das Verständnis wie alles zusammenhängt, was unseren Alltag dominiert. Daher ist es auch wichtig zu wissen, wie Netzwerk Architekturen, Computer, Software Architekturen und Programmierung in den Grundzügen funktionieren. Gesellschaftliche Aspekte wie Datenschutz, Rechte und Pflichten in diesem Bereich. Viele Zusammenhänge in der digitalen Welt kennenlernen und verstehen können.

Hier ist ein goldenes Skript, das von vielen gemeinsam weiter entwickelt wird, um so wichtiger, da der Fortschritt und die Veränderungen in der digitalen Welt in einem rasanten Tempo fortschreiten.

Dieses Wissen, das goldene Skript, die Videos und Bildungsmaterialien müssen absolut frei verfügbar und zugänglich sein.

Ich bin sehr überzeugt, dass wir mit so einer Strategie nicht nur zukünftige Generationen sehr gut ausrüsten, sondern auch die Generationen „nachrüsten“, die nicht sofort in den Genuss einer solchen außerordentlichen Bildung gekommen sind.

Wann fangen wir an?

Digital Detox – Du machst es falsch

Du kennst das: ständig plingt und ploingt eines deiner 400 Apps auf deinem Smartphone. Hier eine Nachricht aus der Eifel,da wieder 15 Kalorien verbrannt, außerdem sagt die Wetter App, dass es die nächsten 14 Tage schön werden wird und Annika hat wieder ein Herzchen per Messenger geschickt. Dann ist da noch die Email, der Routenplaner und dann noch das Doomscrolling in den Social Media Netzwerken mit abschließendem Youtube Kaninchenbau Digging, das mit der Suche nach „Wie geht eigentlich nochmal Orangenschälen“ begann und nach 3 Stunden bei „Süße Eisbärenbabys auf einer Scholle tanzen zu I like to move it“ endet.
Total gestresst und mit dem Gefühl eigentlich gar nichts gemacht zu haben legst du das Smartphone an das Kabel, weil der Akku wieder leer ist.
 
Dann hörst du von Leuten die „jetzt mal Digital Detox machen“. Einfach mal eine Woche oder auch nur ein Wochenende aufs Smartphone verzichten. Das wäre so befreiend. Es ist plötzlich viel mehr Zeit da und es fühle sich so erfüllender an.
Warum nicht, denkst du, und probierst das aus. Und tatsächlich stellen sich auch die viel gepriesenen Effekte ein. Toll denkst du und nimmst dir vor das wieder mal zu machen. Oder auch regelmäßig. Jedes 4. Wochenende oder so. Und vielleicht ziehst du das auch durch.

Aber du machst es falsch.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Social Media, Notifications und im Allgemeinen Smartphones mit ihren Apps ein hohes Suchtpotential inne haben. Nicht umsonst gibt es Apps, die eine Statistik über die Screentime führen bzw in denen auch die Nutzungszeit eingeschränkt werden kann. Aber da hört es ja auch noch nicht auf. Schließlich gibt es ja auch Smartwatches, die mit dem Smartphone verbunden sind. Spiegel mit integriertem Display, ein Smarthome, dass dich auch gerne mal mit dem Anzeigen der Nachrichten durch die Wohnung jagt. Oder einfach nur der Wechsel vom Smartphone auf das Tablett oder den Computer.

Wir sind Menschen, wir sind die Besten beim Selbstbetrug.

Wir finden Wege und Ausreden, warum dies oder jenes gerade nicht geht, oder warum es gerade jetzt und in dieser Situation eine Ausnahme geben muss. Aber wenn wir ehrlich wären …
Es ist also eine Sucht, denn sonst würden wir nicht so viel Energie aufwenden, um das zu bekommen, was wir eigentlich einschränken wollten (sollten). Denn die Menge macht das Gift und zuviel ist immer toxisch.
Es ist auch nicht dieses süße „Ich bin total süchtig nach“. Eine solche Verniedlichung sollten erwachsene Menschen schon alleine aufgrund des selbstzerstörerischen Charakters einer Sucht nicht sagen.
Sucht ist dir bestimmt bekannt unter den Begriffen Sexsucht, Spielsucht oder Drogensucht, wie Alkohl, Opium, Kokain, Herion und so weiter.
Picken wir uns doch einfach mal Herion raus. Wie sinnvoll wäre es für eine heroinabhänige Persion einmal im Monat ein Detox Wochenende zu machen? Oder für eine Alkoholabhängige Person? Und die restliche Zeit des Monats wird halt weiter gesoffen und gespritzt?
Kann doch nicht verglichen werden! Naja schon, denn es gibt da zum Beispiel den Spruch „Nur in einem gesunden körper wohnt ein gesunder Geist“ oder das lateinische Original: Mens sana in corpore sano „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Was so viel bedeutet, dass es eine Symbiose zwischen Geist und Körper gibt. Eine Wechselwirkung. Und noch viel wichtiger ist, dass darum geht, was wir in unseren Geist oder Körper aufnehmen und dass das Auswirkungen hat.
Psyche und Physis.

Temporäres Digital Detox ist mittel- und langfristig genauso wenig sinnvoll wie Lifestyle Diäten.

Statt Digital Detox solltest du darüber nachdenken, wer das Sagen hat. Hast du die Kontrolle über dein Smartphone und deine Apps, oder sagt dir dein Smartphone wann du was zu tun hast? Kannst du Widerstehen, wenn dein Smartphone spätestens jede Minute ploingt oder blinkt? Und sei ehrlich mit dir selbst.

Ein echtes Digital Detox heisst, dass du ganz allgemein deine Medienkompetenz und -nutzung selbst bestimmst. Ohne App. Einfach so mit einer Entscheidung und einer konsequenten Durchführung.

 
Und so könnte das aussehen:
Schalte alle Notifications aus. Nichts soll mehr blinken oder Töne von sich geben, außer du bestimmst es selbst. Also sowas wie ein Wecker, oder eine Erinnerung im Kalender, aber weder Email, Messenger oder irgendwelche Sozialen Netzwerke sollen in der Lage sein dich aus dem Nichts heraus zu stören.
Schalte mal das Internet einfach aus. Und schalte es einfach nur an, wenn du es aktiv brauchst. Damit hält eine Akku Ladung auch wesentlich länger.
Lass das Smartphone in der Tasche. Lege es nicht auf den Tisch, oder neben dich und behalte es auch nicht in der Hand. Lege es außerhalb deines Sichtfeldes ab. Es gibt sogar Studien die bewiesen haben wollen, dass ein Smartphone auf dem Tisch den IQ der BesitzerInnen senkt.
Wenn du dich mit Freunden oder anderen Menschen triffst, dann lass das Smartphone in der Tasche. Du musst nicht ständig Bilder zeigen, was aus dem Netz oder eine Nachricht vorspielen. Du musst dein Leben, dein Humor oder dein Lifestyle nicht „beweisen“.
Und auch gerade, wenn du mit Freunden zusammen bist und ihr jetzt gerade nicht auf den Namen von Dings hier kommt .. na .. mensch .. dieser Dings. Schau nicht im Netz nach. Haltet es einfach mal aus, dass ihr gerade aufgeschmissen seid. Einer Person in der Gruppe wird es kurz darauf einfallen wie Dings hieß.
Dazu gibt es noch eine interessante Beobachtung: Dinge, die ihr nachschauen müsst, bleiben weniger in Erinnerung, als die Dinge, über die ihr nachdenken müsst.
Und es gibt noch wesentlich mehr „Kleinigkeiten“, bei denen das Smartphone in der Tasche bleiben kann. Je mehr du auf das Smartphone verzichten kannst, desto mehr bestimmst du dein Leben selbst.
 
Und wenn du jetzt denkst, wasn das für ein komischer Typ, der solche merkwürdigen Artikel schreibt, ist das absolut in Ordnung. Aber noch merkwürdiger sind Menschen, die sich selbst betrügen und dass im vollen Bewusstsein, dass sie es gerade tun.
 
Ich wünsche dir, dass du dein Leben ab jetzt lebenslang selbst in die Hand nimmst. Und stelle dir immer wieder Fragen wie: Bestimme ich mein Leben immer noch selbst? Warum tue ich das gerade? Was ist wirklich wichtig?
 
 
 

Sonderzeichen in KDE eingeben

Ich bin ein großer Fan von KDE, aber natürlich gibt es auch hier und da Kritikpunkte. Einer davon ist die Sonderzeichen Eingabe in KDE. Während in GTK Anwendungen einfach Strg+Shift (während der Eingabe gehalten) + U gedrückt, der Unicode eingegeben wird, so funktioniert das in KDE sprich QT Anwendungen schon seit Jahren nicht.
Grund ist wohl, laut meiner oberflächlichen Recherche, dass KDE meint, das ist ein Problem, das vom Xorg Server gelöst werden muss. Xorg sagt, das Problem muss von Qt gelöst werden und Qt zeigt auf KDE und sagt Anwendungsschicht. Dieses Ringelreih ist nicht nur ein peinliches Fundamentalisten-Mimimimi, sondern auch schon über 10 Jahre alt. Was es nicht minder peinlich macht. EGAL! Weiter im Text.
 
Es gibt eine Lösung, die mit KDE Bordmitteln erreicht werden kann.

Vorneweg: Die rechte Strg Taste kann dann nur noch dafür verwendet werden! Aber es gibt ja schliesslich noch eine linke Strg Taste, die weiterhin normal benutzt werden kann.

Du öffnest die Systemeinstellung von KDE
Dann fährst du runter in den Abschnitt Hardware
Klickst da auf Eingabegeräte
Wählst Tastatur aus
Klick dann rechts auf den Tab „Erweitert“
Aktiviere „Tastatureinstellungen ändern“
Suche dir den Abschnitt „Key to choose the 3rd Level“ raus und klappe ihn auf
Wähle den Punkt Right Ctrl an .. das ist die recht Strg Taste
Dann klappe weiter unten den Punkt „Position of Compose Key“ auf
Wähle den Punkt „3rd level of Left Ctrl“ aus
Klicke rechts unten auf Anwenden

 
Wenn du jetzt auf das Tab „Belegungen“ zurück wechselst, dann solltest auf der rechten Seite in der Zeile „Kurzbefehle für die 3. Ebene“ die Einstellung „Right Ctrl“ sehen.
 
Jetzt kann ich meine Zeichen „zusammenbauen“.

ë = right Ctrl + left Ctrl (loslassen)   " + e
Ë = rCtrl + lCtrl (loslassen)   " + E
ÿ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   " + y
¡ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   ! + !
¿ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   ? + ?
ə = rCtrl + lCtrl (loslassen)   e +e
å = rCtrl + lCtrl (loslassen)   a + a
ŭ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   u + u
æ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   a + e
č = rCtrl + lCtrl (loslassen)   c + c
Č = rCtrl + lCtrl (loslassen)   c + C
½ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   1 + 2
⅔ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   2 + 3
¾ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   3 +4
⅘ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   4 + 5
⅕ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   1 + 5
♯ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   # + #
× = rCtrl + lCtrl (loslassen)   x + x
… = rCtrl + lCtrl (loslassen)   . + .
— = rCtrl + lCtrl (loslassen)   - + - + -
¯ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   _ + _
√ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   / + v
∞ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   8 + 8
ø|Ø = rCtrl + lCtrl (loslassen)   / + o|O
© = rCtrl + lCtrl (loslassen)   0 + c
ⓒ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   ( + c + )
ⓣ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   ( + t + )
ⓐⓛⓛⓔ Ⓑⓤⓒⓗⓢⓣⓐⓑⓔⓝ
™ = rCtrl + lCtrl (loslassen)   t + m
und natürlich noch mehr

 
Weitere Informationen findest du hier

https://en.wikipedia.org/wiki/Compose_key
https://en.wikipedia.org/wiki/Combining_character

Kommando zurück – Bash History Tipps

Die Standard-Kommandozeile Bash bei Kubuntu (wie auch bei vielen anderen Linux Distributionen) hat eine sehr praktische History bzw ein Verlauf, welche Befehle man so eingegeben hat.
 
Die entsprechende Datei heisst .bash_history (mit einem vorangehenen Punkt – weil es sich um eine versteckte Datei handelt) liegt im Benutzerverzeichnis z.B. /home/hoergen/.bash_history
 
Die gesamte History (Verlauf) auflisten mit dem Befehl: history, dann wird ein Liste der Eingaben mit vorangestellter Zeilennummer ausgegeben.
 
Das können unter Umständen sehr viele Zeilen sein. Wenn man nach dem Befehl eine Zahl angibt, so werden die letzten Zeilen der History (Verlaufs) angezeigt wie z.B. history 8 zeigt die letzten 8 Zeilen der History an.
Damit man z.B. den Befehl aus der gefundenen Zeile nicht noch einmal eingeben muss, kann man zur Abkürzung die Zeilennummer mit einem vorangestellten Ausrufezeichen verwenden z.B. !1500
 
In der History kann auch gesucht werden

  • SuchenStrg+r – und anfangen zu tippen
  • Weitersuchennochmal Strg+r drücken
  • Zeile aus der Suche übernehmen und startenEingabe Taste drücken
  • Zeile aus der Suche übernehmen und etwas ändernEnde- oder Pfeil nach rechts Taste

 
Und zum Korrigieren sind diese Tastenkürzel hilfreich

  • Will man die Zeile löschen und ist am Anfang der Zeile: Strg+k
  • Will man die Zeile löschen und ist am Ende der Zeile: Strk+u
  • Will man die zuvor gelöschte Zeile wieder herstellen: Strg+y
  • Das nächste Wort löschen Alt+d
  • Das vorherige Wort löschen Strg+w

 
In der Zeile bewegen

  • Pos 1 oder Strg+a springt an den Zeilenanfang
  • Ende oder Strg+e springt an das Zeilenende
  • Alt+f springt ein Wort vorwärts (Forward)
  • Alt+b springt ein Wort zurück (Back)

 
Es gibt noch wesentlich mehr Kürzel und Befehle, die sich mit der History der Bash beschäftigen. Was sind eure Highlights?


 
 

Touchpad / Touchscreen Gesten in Kubuntu

Moderne Touchpads und Touchscreens erkennen wenn mehere Finger auf das entsprechende Gerät gelegt werden. So ist es schon länger möglich mehr als nur die Maus von rechts nach links oder im Browser die Seite von oben nach unten zu schieben. Das nennt sich dann Gesten oder auf englisch Gestures oder ab 2 Fingern, eigentlich ab 3 gleichzeitig dann Multitouchgestures. Fenster mit einem Wisch minimieren, maximieren, schliessen, Vollbild, alle Fenster anzeigen usw usf.

Wer so ein Gerät, Notebook mit Touchpad, externes Touchpad oder einen Touchscreen hat, wil eigentlich von diesen Featuren profitieren, denn das reduziert den Wechsel zur Tastatur, oder das Rumgeschiebe mit der Maus oder sogar die Bewegung auf dem Touchpad/-screen selbst. Beispiele wie das aussieht sind auf der Projektseite zu sehen.

Vorweg sei gesagt, dass diese Lösung hier nicht mit dem neuen Displayserver Wayland getestet sind und dort vermutlich nicht laufen. Gedacht ist diese Lösung für den X11 Server (Standard). Ich habe sie unter Kubuntu 22.04 LTS erfolgreich eingerichtet, auch wenn die meisten Beschreibungen mit Ubuntu betitelt sind.Für KDE gibt es eine weitere Konfiguration, die ich selbst aber nicht nutze.

Die Installation ist recht einfach.
Es muss ein Treiber https://github.com/JoseExposito/touchegg installiert werden. Ein 3 Zeiler, in dem erst das Software Repository hinzugefügt, dann die Quellen aktualisiert und schließlich die Anwendung installiert wird. Bitte zur Sicherheit der Installationsanweisung auf der Projektseite folgen. Diese Anweisungen stimmten zur Erstellungszeit des Artikels.

sudo add-apt-repository ppa:touchegg/stable
sudo apt update
sudo apt install touchegg

Für andere Linuxdistributionen sind die entsprechenden Aktionen ebenfalls auf der Projektseite aufgeführt.

Danach das graphische Konfigurationsprogramm https://github.com/JoseExposito/touche per Flathub mit dem Programm Discover installieren.
Der Systemdienst touchegg sollte gestartet werden. Wenn du nicht weisst, wie das geht, dann kannst du einfach deinen Computer neu starten. Oder du versuchst es auf der Konsole mit dem Befehl

sudo systemctl start touchegg.service


Weitere Informationen

In Touché können Tastenkürzel angegeben werden. Dort kann man dann nach Herzenslust alle möglichen Tastenkürzel angeben, die auch in den Systemeinstellungen für diverse Aktionen hinterlegt sind, wie z.B. Strg+F10 um alle Fenster anzuzeigen.

Leider gibt es keine wirklich einfache bzw universelle Methode herauszufinden, wieviele Finger (touches) das Touchpad oder der Touchscreen unterstützt. Einige benutzen xinput, andere benutzen die geist-tools, die aber bei mir mit einem Pythonfehler den Dienst quittierten. Eine vielleicht noch hilfreiche Quelle mit https://wiki.archlinux.org/title/Touchpad_Synaptics#top-page Informationen ist das Archlinux Wiki
Ansonsten einfach ausprobieren. Mehr als dass es nicht funktioniert, kann eigentlich nicht passieren.

Künstliche Intelligenz , Future of Life und was dahinter steckt

Anmerkung zu dem 6 monatigem Moratorium zur KI Entwicklung. Also das Aussetzen der Entwicklung bis eine Regelung gefunden wurde, wie damit in Zukunft umzugehen ist.
Exakt das Selbe hat die Chinesische Regierung mit der chinesischen Firma Alibaba gemacht, als die zu groß wurden und ein Monopol gebildet haben.

Bei dem Vorgang schrien dann alle KOMMUNISMUS!!!

Dürfen jetzt Elon Musk, Steve Wozniak und alle die den Brief des gemeinnützigen Institut „Future of Life“ unterschrieben haben, nun als KOMMUNISTEN beschimpft werden?
Unter uns glaube ich sowieso, dass dieser Brief von denen unterschrieben wurde, die bei der Entwicklung hinterher sind und dadurch die Konkurrenz behindern wollen.
Wichtig bleibt wie immer, dass die vernachlässigte Bildung in Schulen, Universitäten und Firmen endlich auf Vordermann gebracht wird.

Dass der öffentliche Rundfunk breitenwirksam und dauerhaft Medienkompetenztrainings betreibt. Wie früher Verkehrserziehung wie dem Siebten Sinn.

Die einfache digitale Signierung muss ebenso ein alltäglicher Standard werden, ebenso die Überprüfung selbiger. Und auch wenn die FundamentalistInnen schmerzlich aufheulen werden ist z.B. die öffentliche Blockchaintechnologie ein gutes Mittel dafür.

Desweiteren müssen drakonische Strafen eingeführt werden, die absichtliche Täuschung so massiv mit persönlicher Haft bestrafen, so dass auch ein Herauskaufen komplett unmöglich ist. Wer digital betrügt kommt analog ins Gefängnis.

Es müsste jetzt sehr schnell sehr viel in die Wege geleitet und umgesetzt werden. Wie schon seit 30 Jahren. Viel Intelligenz braucht es nicht, um das zu verstehen und umzusetzen. Schaumermal!

PS: KIs sind nichts anderes als Automaten und so sollten wir sie auch nennen!

KDE Maus Doppelklick Intervall einstellen

Die KDE Standardeinstellung zum Doppelklick mit der Maus kann manchmal ein wenig zu schnell eingestellt sein und je nach Standard Treiberbibliothek (Libinput/evdev), gibt es eine Erweiterte Einstellung (Advanced) oder auch nicht.
Aber egal, welcher Treiber genutzt wird kann das eingestellt werden. Bei evdev halt über eine Oberfläche und bei libinput eben direkt in in einer Textdatei.
 
Die Textdatei kcminputrc befindet sich im Homeverzeichnis bei den versteckten Verzeichnissen im Pfad

~/.config/kcminputrc

 
Dort gibt es einen Abschnitt der mit [Mouse] beginnt und so aussehen kann

[Mouse]
X11LibInputXAccelProfileFlat=false
XLbInptPointerAcceleration=0.4
cursorSize=48
cursorTheme=breeze_cursors

Direkt unter der letzten Zeile dieses Blockes kann dann eine weitere Zeile mit der Option DoubleClickInterval eingefügt werden, damit der Block dann so aussieht

[Mouse]X11LibInputXAccelProfileFlat=false
XLbInptPointerAcceleration=0.4
cursorSize=48
cursorTheme=breeze_cursors
DoubleClickInterval=50ms

 
Je größer die Zahl (Millisekunden) ist, desto langsamer kann doppelgeklickt werden.
Aber Vorsicht: Irgendwann ist dann alles nur noch ein Doppelklick 😉
 
 
 

Das Märchen vom klimaneutralen Holz

Holz (ja auch Pellets) ist in den allermeisten Fällen das Schlimmste was man in Punkto Energielieferant bzw Wärmelieferant nutzen kann!

Als „Holz nachhaltig“ wurde das hier gemeint (damit ist nicht die industrielle Holzproduktion gemeint!)

„Bei Altholz wer- den lediglich die Aufwendungen für Aufbereitung und Transport berücksichtigt. Des Weiteren wird trotz der Diskussion um „carbon debts“ bei der energetischen Nutzung von Waldholz (Agostini, Giuntoli, & Boulamanti, 2013; [, 2017; ] et al., 2017) angenommen, dass die Entnahme von Waldholz aufgrund der nachhaltigen Waldwirtschaft in Deutschland treibhausgasneutral erfolgt, so dass lediglich die energetischen Aufwendungen für die Ernte und den Transport des Holzes zu Buchschlagen.“

Das kommt aus diesem Dokument Seite 61 https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-11-07_cc-37-2019_emissionsbilanz-erneuerbarer-energien_2018.pdf

Und dann war da ja noch dieses Feinstaub Thema .. gerade bei Holz .. hust

Erhellend zu dem Thema „Holz nachhaltig“ ist zusätzlicher dieser 3 minütige Audio Beitrag

Sind Holzöfen wirklich klimaneutral? | MDR.DE  

Experten fordern die Abkehr von Holzöfen, weil Holz bei der Verbrennung schlechter abschneidet als Steinkohle. Wissen-Redakteurin sprach mit dem Wissenschaftler Dominik van Pinxteren und dem Autor Peter Wohlleben.
https://www.mdr.de/wissen/audios/sind-holzoefen-wirklich-klimaneutral-102.html

Ein Brandbrief

Mehr als 500 Wissenschaftler haben die Europäische Union und die USA aufgefordert, auf die Verbrennung von Holz zur Energiegewinnung zu verzichten. Zu den Unterzeichnern gehören neben Forschern von Harvard, Stanford und der Universität Oxford auch Wissenschaftler aus Deutschland etwa vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Göttingen.

Der Originalbrief „Letter Regarding Use of Forests for Bioenergy“ vom 11. Februar 2021 steht unter http://link.euwid.de/0q2zy zur Verfügung.

Und um das Thema noch abzurunden der Artikel von Volker Quaschning (deutscher Ingenieurwissenschaftler und Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin. )

Spezifische Kohlen­dioxid­emissionen verschiedener Brennstoffe

Bei den verschiedenen fossilen Energieträgern entsteht bei der Verbrennung unterschiedlich viel Kohlendioxid. Die Werte dafür sind entscheidend für die Berechnung von Kohlendioxideinsparungen.
https://www.volker-quaschning.de/datserv/CO2-spez/index.php

Holz ist so ungefähr das Schlechteste  was man verbrennen kann!

Barrier statt Synergy – Maus & Tastatur zwischen zwei Computern teilen

Um eine Tastatur und Maus für zwei Computer zu verwenden habe ich früher Synergy verwendet. Dann wurde das kommerzialisiert und ich habe mir Synergy gekauft, weil ich damals eine Brücke zwischen Windows und Linux brauchte.
 
Jetzt brauche ich gerade wieder so eine Verbindung. Allerdings zwischen zwei Linux Rechnern – genauer gesagt zwischen zwei Kubuntu Rechnern. Bei der Recherche bin ich dann auf Barrier gestoßen, das ein Fork des früheren Synergys ist.Barrier teilt Maus, Tastatur und die Zwischenablage.
 
Barrier ist in sehr vielen Linux Distributionen vorhanden und falls nicht, gibt es das noch als Flatpack. Daher geht die Installation auf beiden Rechnern schnell von der Hand mit einem
sudo apt install barrier
oder entsprechend mit der Flatpack Variante über Discover (Ubuntu).
 
Beim Start auf dem Rechner mit der Maus und der Tastatur (Server) öffnet sich das Barrier Konfigurationsfenster mit der Aufforderung eine Sprache auszuwählen. Danach kommt man in die eigentliche Konfiguration.

Server – im oberen (Serverbereich) „interaktiv konfigurieren“ anklicken
Server – „Server konfigurieren“ klicken
Server – Von der rechten oberen Seite das Monitor Symbol in das Feld auf die Seite ziehen, wo Maus und Tastatur auf den anderen Rechner wechseln sollen
Server – Doppelklick auf den neuen „Monitor“ und einen Anzeigenamen vergeben

Wechsel zum „Client“

Client – Barrier starten
Client – Auswahl „Client (Maus und Tastatur eines anderen Rechner benutzen)“ auswählen
Client – IP Adresse des Server eintragen (diese wird im Barrier Fenster des Servers angezeigt)
Client – Barrier starten (oder neu laden, falls schon gestartet)
Client – Es kommt eine Schüsselgenerierungsanzeige. Diese bestätigen

Barrier sollte jetzt mit der Maus und Tastatur funktionieren.
 
Nachtrag 20.08.2022
Will man eben schnell mal zwischen zwei Bildschirmen wechseln – bei mir war die Anforderung da, weil ich OBS Studio mit einem HDMI Grabber (MiraBox)auf einem anderen Rechner benutze – so kann man beim Server auf „Configure Server“ -> Hotkeys gehen und dort (habe ich) 2 neue „Hotkeys“ anlegen. z.B.

Shift + BildHoch = Action switchToComputer1
Shift + BildRunter = Action switchToComputer2

Die Maus landet dann immer dort, wo sie den jeweiligen Bildschirm verlassen hat. In meinem Fall sehr praktisch.
 
Barrier läuft unter Linux, FreeBSD, OpenBSD, Windows und macOS (hier bitte die Entwicklerseite wegen bekannten Problemen lesen!!)
 
Die Entwickler Webseite https://github.com/debauchee/barrier
 
 

Texteditor Kate sortieren

Ein Befehl zum Sortieren fehlt im KDE Texteditor Kate. Das ist insofern ungeschickt, weil so eine Funktion einfach integriert doch oft weiter hilft. Allerdings kann diese Funktion auf einem Linux System recht einfach durchgeführt werden, indem das Kommandozeilen Programm „sort“ benutzt wird. Dazu muss lediglich die Tastenkombination Strg+AltGr+\ oder im Menü „Extras – Filtern durch Befehl (Strg+\)“ aufgerufen werden.

Markiert man vorher einen Bereich, z.B. mehrere Zeilen mit einer Nummerierung, dann werden nur diese Zeilen dem aufgerufenen Programm übergeben.

So werden Zeilen dann einfach mit Strg+\ und der Eingabe „sort“ in die richtige Reihenfolge gebracht. WENN denn die Zahlen am Anfang für sich alleine stehen

Sort hat einige Parameter und vermutlich wird meist der Parameter „-V“ natural sort of (version) numbers within text“ gesucht, da dieser Parameter das so sortiert, wie wir das meist manuell machen würden.

sort -Vsort
1
2
3
20
30
1
2
20
3
30


Mit „sort -V“ werden zum Beispiel auch Nummer 1, Nummer 2, Nummer 3, Nummer 30 ordentlich sortiert.

Wer noch mehr Sortier-Parameter von sort erfahren möchte, gibt einfach „man sort“ auf der Kommandozeile ein.

Viel Spaß beim Sortieren.

PS: Kate gibt es übrigens auch als Windows und als Mac Version hier zum Runterladen

Beim ssh login tmux aufrufen

Da ich tmux (Alternative zu screen) sehr häufig benutze, nutze ich auch bei remote ssh logins einen Befehl, der mich nach dem erfolgreichen Login gleich in eine detachte tmux session bringt.

ssh -l <USERNAME> <HOST> -p <PORT> -t "tmux a"

Weitere Artikel zu tmux

  1. tmux – neues Fenster oder Pane im aktuellen Verzeichnis öffnen
  2. tmux ein Windowmanager für die Konsole
  3. Live-Anzeige der Webserver-Client Verbindungen
  4. Eine tmux.conf Konfiguration

Plugins – Windows VSTs 32/64 Bit mit YaBridge | Linux

Yabridge habe ich schon länger im Gebrauch und will nun endlich auch mal einen Artikel darüber schreiben, nachdem ich schon ein kleines Tutorial dazu gemacht habe. Wie man so schön auf deutsch sagen würde „Die Installation von YaBridge ist ein Gehirnloser (nobrainer)“  … manchmal vermisse ich die schlechten Übersetzungsprogramme. 🙂
 
Kurze Übersicht, was gemacht werden muss:

  1. Installation von Wine „Staging branch“
  2. Download Yabridge in ein bestimmtes Verzeichnis
  3. Konfiguration von Yabridge, setzen der Plugin Pfade & yabridgectl sync ausführen
  4. Fertig

 
Schritt für Schritt Anleitung mit vielen Erklärungen, um zu verstehen, was passiert und was dahinter steckt.
 

1. Installation von Wine „Staging branch“

Die „Staging branch“ ist quasi der neuste und heißeste Shit. Bleeding Edge! Es sind zwar die neusten Features mit drin, aber dafür kann man schon mal eben den einen oder anderen Bug rein bekommen. Insgesamt ist dieser Beta Entwicklungszweig aber auch sorgfältig gepflegt, so dass das zum Glück nicht häufig vorkommt. Hat man einen funktionierenden Stand könnte man den auch „einfrieren“ (apt pinning).
 

Generell IMMER der Anleitung auf der WineHQ Seite folgen!


Aktuell für Kubuntu 21.10 sieht das so aus

sudo dpkg --add-architecture i386
wget -nc https://dl.winehq.org/wine-builds/winehq.key
sudo apt-key add winehq.key

Für (K)Ubuntu 21.10

sudo add-apt-repository 'deb https://dl.winehq.org/wine-builds/ubuntu/ impish main'
sudo apt update
sudo apt install --install-recommends winehq-staging

 
Dann gibt es noch 2 sehr wichtige Hinweise auf der WineHQ Webseite (Datum dieses Artikels)

WineHQ enthält derzeit keine Pakete für wine-gecko oder wine-mono. Wenn Sie ein neues Wine-Präfix erstellen, werden Sie gefragt, ob Sie diese Komponenten herunterladen möchten. Für beste Kompatibilität wird empfohlen, hier auf Ja zu klicken. Wenn der Download bei Ihnen nicht funktioniert, folgen Sie bitte den Anweisungen auf den Gecko- und Mono-Wiki-Seiten, um die Komponenten manuell zu installieren.

Beginnend mit Wine 5.7 haben die WineHQ Ubuntu-Pakete eine optionale debconf-Einstellung, um CAP_NET_RAW zu aktivieren, damit Anwendungen, die rohe IP-Pakete senden und empfangen müssen, dies tun können. Dies ist standardmäßig deaktiviert, da es ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellt und die meisten Anwendungen diese Fähigkeit nicht benötigen. Benutzer von Anwendungen, die dies benötigen, können CAP_NET_RAW nach der Installation von Wine aktivieren, indem siedpkg-reconfigure wine-<branch>-amd64 wine-<branch> wine-<branch>-i386und beantworten Sie die drei Fragen mit Ja. (Ersetzen Sie devel, staging oder stable durch <branch> im obigen Befehl). Also sieht der Vefehl folgendermaßen ausdpkg-reconfigure wine-devel-amd64 wine-devel wine-devel-i386

Um die Darstellung anzupassen nutzt man das Tool winecfg. Unter Grafik kann man die DPI einstellen, so dass alles etwas größer ist z.B. 120 oder 150 DPI bei hochauflösenden Bildschirmen. Einfach in einer Konsole winecfg eintippen und Enter drücken.


Sollten irgendwelche Schriftarten oder ähnliches fehlen, können diese einfach mit dem tool winetricks nachinstalliert werden. Das Tool winetricks muss extra installiert werden und sollte mit größter Vorsicht und nur in Ausnahmefällen genutzt werden, da man sich mit diversen „Tipps & Tricks“ aus dem Internet schnell mal die Konfiguration zerschießen kann.Für die Schriftarten wäre es dann folgender Befehl notwendig winetricks -q corefonts

2 Download Yabridge in ein bestimmtes Verzeichnis

Von Robberts YaBridge Software Repository die letzte Version von Yabridge runterladen und zwar von der „Release“ Seite https://github.com/robbert-vdh/yabridge/releases . Das Paket das mit „-ubuntu-18.04.tar.gz“ endet ist AUSSCHLIESSLICH für (K)Ubuntu Versionen ÄLTER bis 18.04 gedacht. Für neuere Versionen einfach das Paket z.B. yabridge-3.8.1.tar.gz runter laden . Zum Zeitpunkt, wenn du das installierst, kann das natürlich eine neuere Version sein.

  1. Download von https://github.com/robbert-vdh/yabridge/releases
  2. Auspacken und in das Verzeichnis ~/.local/share (also dein Home Verzeichnis) kopieren. So dass als Ergebnis das Verzeichnis ~/.local/share/yabridge/ mit den entsprechend darin befindlichen Dateien existiert.
  3. In einer Konsole in das Verzeichnis wechseln cd ~/.local/share/yabridge/
  4. Die Pluginpfade hinzufügen ( mit ./yabridgectl add ), in denen sich normalerweise die installierten Plugins befinden. Wenn noch keine Plugins installiert sind, existieren auch oft die Pfade nicht!
    Typische Pfade sind:
"$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Steinberg/Vstplugins/"
"$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Vstplugins/"
"$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Common Files/VST2"
"$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Common Files/VST3"

Schau nach welche Pfade bei dir existieren (nach der Plugin Installation) und dann füge sie mit dem Befehl (im yabridge Verzeichnis) ./yabridgectl add DEINPFAD hinzu z.B. ./yabridgectl add "$HOME/.wine/drive_c/Program Files/Steinberg/Vstplugins/"

Mit ./yabridgectl list kannst du dir alle eingepflegten Pfade anzeigen lassen

und mit ./yabridgectl rm PFADNAME kannst du einen Pfad wieder aus der Konfiguration entfernen.

Mit ./yabridgectl status siehst du alle erkannten und unterstützten Plugins

Installierte Plugins hinzufügen
Jedes Mal, wenn ein neues Windows Plugin installiert wurde öffnest du eine Konsole, wechselst in das yabridge Verzeichnis cd ~./conf/share/yabridge und führst folgenden Befehl aus

./yabridgectl sync

Fertig

In der letzten Zeile der Ausgabe solltest du einen Hinweis lesen können, dass ein neues Plugin erkannt und hinzugefügt wurde (added new). Um es dann aber doch noch genau zu überprüfen und eine Liste aller Plugins zu sehen, rufe einfach folgenden Befehl auf

./yabridgectl status

Abschließend musst du vermutlich nur noch in der DAW die entsprechenden Pfade für die Plugins angeben und du kannst loslegen. Wenn du wieder mal neue Plugins installiert hast, dann einfach:

Prüfen, wird(wurde) das Plugin in einen der bekannten Pfade installiert?
Wenn ja, dann Konsole öffnen, ./yabridgectl sync ausführen. Fertig
Wenn nein, Pfad mit ./yabridgectl add PFAD hinzufügen und danach ./yabridgectl sync ausführen. Fertig.

 
Das gilt alles für 64 Bit Plugins. Für 32Bit muss bei Wine noch noch etwas angepasst werden, dann geht das auch. Aber das vielleicht in einem anderen Artikel.